2015-03-22 Jubelkonfirmation

Impressionen zur Jubelkonfirmation in Dennach und Schwann / Predigt über Markus 10,35-45 / Pfarrer Friedhelm Bühner

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Festliche Jubelkonfirmation am 22. März 2015 in der Schlosskirche Schwann mit dem Gesangverein „Eintracht“ Pfinzweiler

Das seltene Fest der Gnadenkonfirmation konnten am vergangenen Sonntag in der Schlosskirche Sigrid Bohnet, Willi Merkle, Willi Pross sowie Ester Ruff feiern. Ihre Konfirmation am 3. April 1945 fand unter besonders dramatischen Umständen statt. Vielleicht gerade deshalb blieb der Kontakt der Gruppe über all die Jahre bestehen.

Ihre Diamantene Konfirmation feierten ebenfalls am vergangenen Sonntag Karin Aldinger, Hermann Frey, Ursula Hoog, Helga Hüning, Günther Klüh, Frank Kreeb, Fritz Mayer, Ingeborg Müller, Rosemarie Rapp und Helene Roller. Sie wurden im Jahr 1955 von Pfarrer Gengenbach konfirmiert. Die Goldene Konfirmation begingen Sieglinde Gentner, Gerda Heilsberger, Udo Hess, Angelika Schütz und Hans Vester. Der Festgottesdienst in Schwann wurde vom Gesangverein „Eintracht“ Pfinzweiler, dessen Chorleiter Günther Klüh in diesem Jahr zu den Jubilaren zählte festlich mitgestaltet. Alle drei Gruppen stellten sich nach dem Gottesdienst fröhlich zum Gruppenbild auf und freuten sich auf einen schönen gemeinsamen Tag nach so langer Zeit im Gasthof „Adlerhof“ - gemeinsam mit weiteren Klassenkameraden und Pfarrer Friedhelm Bühner. 


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Goldene und Diamantene Konfirmation am 22. März 2015 in der Christuskirche Dennach

Das Fest der Goldenen Konfirmation feierten am vergangenen Sonntag in der Christuskirche Dennach Ute Gerwig, Wolfgang Hummel, Brigitte Pfeiffer und Renate Schmitt. Ihre Diamantene Konfirmation konnten an diesem Tag außerdem Berta Burghard, Otto Hummel und Karheinz Ochner feiern, wobei der Dankgottesdienst von Bärbel und Angela Balling festlich mitgestaltet wurde.  Pfarrer Dieter Vallon freute sich im Gottesdienst dabei sein zu können, denn der Jahrgang 1965 war seine zweite Konfirmandengruppe in Dennach. Gemeinsam stellten sie die Jubilare schon vor dem Gottesdienst zum Gruppenbild auf und freuten sich auf einen schönen gemeinsamen Tag nach so langer Zeit - gemeinsam mit Pfarrer Friedhelm Bühner. 


Liebe Festgemeinde, liebe Jubelkonfirmanden,  

was für Erfahrungen haben Sie denn in den vergangenen Jahren mit Gott 

gemacht? 

 

„Erleben Sie das auch, was der Chor gesungen hat: 

Ja, jemand hat an meiner Tür angeklopft - ein Klopfen wie von Jesus“?

oder sind Sie heute einfach mal gekommen, 

weil es doch was hat, 

sich nach so langer Zeit mal wieder zu treffen,

zu erfahren, ob es den anderen besser 

oder schlechter als einem selbst geht …

aber eigentlich … eigentlich haben Sie den Faden zu Gott 

vielleicht verloren, oder gar nie so richtig gefunden, 

trotz Konfirmation damals?

 

Als Sie konfirmiert wurden, da war das Leben noch viel

schlichter als heute, 

angefangen bei der Berufswahl, 

wo viele nehmen mussten, dass gerade gebraucht wurde. 

 

1945 -, als Sie, die Sie heute Ihre Gnadenkonfirmation

feiern, konfirmiert wurden, da war Krieg im Endstadium, 

ihr Pfarrer Rosenstiel kam mit dem Fahrrad aus Wilferdingen

und musste sich mehrmals wegen Tieffliegern in den Graben 

flüchten. Verdunkelung war angesagt und nur unter schwierigsten 

Bedingungen konnte die Konfirmation (irgendwie) stattfinden. 

 

1955 - als Sie, liebe Diamantkonfirmanden Gott ihre 

Treue gelobt haben und ins volle Leben gestartet sind, 

da hatte sie Pfarrer Gengenbach zwei Jahre lang im Glauben

unterrichtet. Streng, aber auch aus tiefer Überzeugung. 

In Dennach im Schulhaus, denn es gab noch kein 

Gemeindehaus und auch keine Jungscharen …

Viele Verse mussten gelernt werden und Sprüche, 

wer sie nicht konnte, hat sie auch schon mal zur Strafe abschreiben 

müssen. 

Aber es ist manches segensreich hängen geblieben. 

So war das 1955. 

 

Zehn Jahre später, 1965, da sind Sie, liebe Goldkonfirmanden,

mit dem Segen Gottes durchgestartet. 

 

Pfarrer Vallon

hat im Konfirmandenregister notiert: „Alle Konfirmanden wurden 

zwei Jahre lang in der evang. Lehre unterwiesen“ … 

 

Schon der Vergleich der Konfirmandenbilder zeigt, 

es hat sich viel verändert: Neue Frisuren, moderne Kleidung, 

„forschere“ Blicke der Konfirmanden, 

eine neue selbstbewusste Jugend blickt einen da an …

 

Nach und nach ist (mehr in Schwann als in Dennach)

auch Jugendarbeit entstanden: Jungscharen, zeitweise

ein Jugendkreis …

 

Was ist davon geblieben?

Gibt es eine Segenslinie von Ihrer Konfirmation bis heute?

Haben Sie ihr Treueversprechen eingehalten, 

Gott viel Platz eingeräumt in ihrem Leben, 

seine Nähe gesucht im Gottesdienst?

Und große Dinge mit ihm erlebt!?

Oder war die Konfirmandenzeit für Sie mehr eine

„verlorene Zeit“, kaum lebenstauglich?

 

Wie auch immer, Gott hat Sie nie aus dem Blick verloren,

hat sie vielfach bewahrt und mit Liebe umgeben, 

sucht bis heute jeden Tag neu unsere dankbare Antwort, 

dass wir ihm den ersten Platz im Leben einräumen.

 

So hören wir heute auf sein Wort für diesen Sonntag aus
Markus 10, die Verse 35-45
:

„35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des 

Zebedäus, und sprachen: Meister, wir wollen, dass du für uns tust, 

um was wir dich bitten werden. 36 Er sprach zu ihnen: Was wollt 

ihr, dass ich für euch tue? 37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, dass 

wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken 

in deiner Herrlichkeit. 38 Jesus aber sprach zu ihnen: 

Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich 

trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft 

werde? 39 Sie sprachen zu ihm: Ja, das können wir. 

Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, 

den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der ich 

getauft werde; 40 zu sitzen aber zu meiner Rechten oder zu 

meiner Linken, das steht mir nicht zu, euch zu geben, sondern 

das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist. 41 Und als das 

die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes.

42 Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die 

als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre 

Mächtigen tun ihnen Gewalt an. 43 Aber so ist es unter euch nicht; 

sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; 

44 und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. 

45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich 

dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als 

Lösegeld für viele."

 

 

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmanden,

die Terroristen des islamischen Staates kämpfen mit Waffengewalt, 

wollen ein Kalifat über den ganzen Orient schaffen.

Sie wollen herrschen, alle beherrschen und die Scharia 

durchsetzen - die Macht haben und ausüben über andere. 

 

Aber das ist nur ein krasses Beispiel, 

auch in Demokratien wird nach Macht und Größe gestrebt. 

Eigentlich überall. 

Was wird nicht getan um groß raus zu kommen, 

geehrt zu werden, in die Presse oder uns Fernsehen zu kommen?

Ob in der Schule, am Arbeitsplatz, im Verein, 

ja sogar in der Kirche findet man diesen Drang: 

Es tut doch so gut, groß raus zu kommen! 

 

Auch in unserem Predigttext heute geht es um die Frage:

 

1. Wer ist der Größte?

Die Frage fängt schon in der Schule oder noch früher an. 

Wenn Kinder auf die Zehenspitzen stehen

und zeigen wollen, wie groß sie sind. 

Und dann geht’s weiter in Schule, Sport, Musik … überall

wird verglichen. Und selbst wer durch alle Raster fällt, 

will wenigstens noch der größte Verlierer sein!

 

Auch die Jünger von Jesus streben nach Größe:

Johannes und Jakobus, zwei die sich besonders gut mit Jesus

verstanden, gehen auf ihn zu, 

schmeicheln ihm ein bisschen mit der Anrede „Lehrer“, 

bitten ihn etwas … und hätten gerne, dass er ihnen - schon ohne

die Frage zu kennen - einwilligt. 

 

Diese Festlegung lehnt er ab, 

lässt sich aber auf das Gespräch mit den Zweien ein.

 

Sie wollen einmal an zweiter und dritter Stelle stehen:

gleich neben Jesus, die besten Plätze - Ehrenplätze - einnehmen. 

Sie wollen in seiner Herrlichkeit 

Vizekanzler und Ratgeber des Königs sein, 

einmal groß raus kommen. – 

 

Seit Anfang der Schöpfung steckt das in allen menschen. 

Schon Eva wird von der Schlange verführt mit den Worten: 

»… ihr werdet sein wie Gott …«. 

Groß sein wollen … steckt das nicht im Ansatz in jedem von uns?!

Etwas gelten wollen, 

hier und da ein Wörtchen mitreden dürfen?!

 

Jesus macht klar, was das heißt, ganz nah bei ihm zu sein.

Er spricht vom Kelch, den er trinken muss 

und von der »Taufe«, mit der er getauft werden soll. 

 

Es geht dabei um sein eigenes Leiden und Sterben, 

an das wir uns jetzt in der Passionszeit erinnern. 

Jesus trifft der Zorn Gottes (stellvertretend für uns) mit voller Wucht (1). 

Sein Leiden und Sterben ist so ein Kelch, ein Giftbecher, 

den er vollkommen leeren muss. 

Und das ist ihm sehr schwer gefallen (2). 

 

Das Gleiche ist mit der Taufe gemeint. 

Sie bedeutet ein Untergehen in den Wasser-Fluten, 

wo die Wellen einen bedecken (3). 

Es ist das Leiden und Sterben von Jesus. 

Und er fragt die zwei Jünger: 

Wenn ihr neben mir sitzen wollt, wenn ihr groß sein wollt, 

könnt ihr dasselbe auf euch nehmen wie ich? 

 

Auch uns können wir das fragen:

Wollen wir - leiden und sterben -, das eigene Leben preisgeben, 

wenn wir mit ihm groß sein wollen? 

Jakobus und Johannes meinen: Ja, das können wir. 

 

Haben sie es nicht begriffen? 

Jesus hat davon gesprochen, wie er leiden wird, 

wie ihm die volle Verachtung entgegenschlagen wird. 

Vom angespuckt- und ausgepeitscht Werden. 

Ja, er wird sterben!

 

Trotzdem sagen die beiden Jünger: »Ja«. 

 

Und die anderen?

Sie regen sich auf, sind sauer auf die beiden, 

vielleicht aber auch nur eifersüchtig oder neidisch!?

Vielleicht wollen sie ja dieselben Ehrenplätze neben Jesus?!

 

Kommen wir darin auch vor?

Wollen wir nicht auch - gerne - groß sein?

 

Was Größe ist, das beantwortet Jesus so:

 

 

2. Größe zeigt sich im Dienen

Und er ruft seine Jünger zusammen, 

erteilt ihnen Privat-Unterricht. 

Privat-Unterricht in der Schule von Jesus. 

 

Dabei fängt er mit einer allgemeinen Beobachtung an: 

Diejenigen, die in dieser Welt 

als Regenten oder Herrscher gelten, 

die beherrschen ihre Untergebenen. 

Da gilt „Ober sticht Unter“ … und jeder schaut darauf, 

wie er seine Macht festigt. 

 

Damals mit Schwertern, 

heute mit Panzern und Raketen. 

In der Ost-Ukraine können wir das gerade erleben …

Es geht darum, seine Macht mit Gewalt zu festigen, 

danach kann man noch eine Volksabstimmung durchziehen, 

aber eigentlich nur, um einen demokratischen Schein zu wahren. 

 

Das Spiel von Gewalt und Machtmissbrauch bis hin zur Tyrannei 

ist auch heute an der Tagesordnung. 

Kein noch so schöne Friedensordnung in dieser Welt

ist vor der Schlagseite in uns Menschen selbst sicher.  

 

Das zeigt sich auch in der Wirtschaft: 

Großunternehmen, Großmärkte drängen kleine aus dem Markt. 

Und Manager von Großunternehmen tun sich um ein Vielfaches

leichter, ihr Gehalt zu erhöhen - während die „Kleinen“ um 

jede Lohnerhöhung kämpfen müssen. 

 

Dieser allgemeinen Lage nun stellt Jesus für das Reich Gottes, 

für die Gemeinde - einen klaren Kontrast gegenüber:

»So soll es unter euch nicht sein SONDERN…!« 

 

In der Kirche soll und muss es anders zugehen. 

Da werden, wenn sie von innen heraus lebt, 

und nicht nur ein Betrieb ist,

die weltlichen Herrschaftsstrukturen auf den Kopf gestellt: 

„Wer groß werden will unter euch, 

der sei euer Diener, euer Helfer“, sagt Jesus. 

 

Er sagt nicht, dass da alle klein sein müssen.

Groß sein an sich ist nicht das Problem. 

Auch in der Kirche braucht es Leute, die voraus gehen, 

die anderen zeigen, wo es lang geht - hinter Jesus her. 

 

Aber deren wahre Größe zeigt sich in ihrem Dienst. 

In ihrer Selbstlosigkeit. 

Darin, dass sie andern helfen, 

ihre Not sehen und anpacken. 

Ganz praktisch und geistlich!

 

Wenn ich so an unserer Kirchengemeinde(n) denke, 

dann fällt mir manches dazu ein: 

Wenn Gemeindeglieder etwas für den Erntedankaltar stiften, 

was bei ihnen gewachsen ist oder sie dafür gekauft haben. 

Wenn Mitarbeiter für den Seniorennachmittag für eine 

liebevolle Dekoration sorgen und dafür nicht erwarten, 

dass sie mindestens drei Mal gelobt werden,
- wenn sich Gemeindeglieder die Zeit nehmen, jemand z. B. im
Haus eine Kleinigkeit zu helfen … oder Kranke zu besuchen … mit 

ihnen ui beten … vielleicht sogar eine Nacht bei einem Sterbenden 

verbringen. 

 

An solchen Punkten zeigt sich die wahre Größe eines Christen!

„Wer der Erste sein will, der soll Knecht von allen sein.“

 

Auch der Apostel Paulus hat sich so verstanden: 

„Wir predigen nicht uns selbst, 

sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, 

wir aber eure Knechte um Jesu willen“ (4). 

 

Dieses „Knecht sein von allen“ heißt nun aber nicht, 

es allen Recht machen zu wollen

und schon gar nicht allen nach dem Mund zu reden. 

„Knecht sein von allen um Jesu willen“ heißt, 

bereit sein, ein Diener wie Christus zu sein. 

 

Das ist Größe, nicht vor Menschen, sondern vor Gott.  

 

Deshalb werden die Ehrenplätze im Himmel 

auch einmal vom Vater im Himmel bestimmt

und nicht schon jetzt. 

 

 

3. Das größte Vorbild

Jesus weist darauf hin, wie er selber handelt. Er sagt:

Der Menschensohn ist nicht gekommen um bedient zu werden 

sondern um zu dienen. 

Das Recht dazu hätte er. 

Wir alle müssten schon jetzt alle vor ihm auf die Knie gehen, 

dem Gottessohn. 

 

Aber er kommt, um zu dienen; 

Gott der Schöpfer dient seinen Geschöpfen, 

er dient uns Menschen.

 

In einem Vers fasst Jesus knapp zusammen 

wer er ist und wie sein Dienst aussieht:

Er ist der Menschensohn, der ganz nah zu Gott gehört, 

dem Gott alle Herrschaft gegeben hat, 

dessen Reich kein Ende haben wird, 

der selber von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt und regiert (5). 

 

Aber er wird Mensch, 

lässt seine Herrlichkeit im Himmel beim Vater zurück, 

geht den Weg nach Jerusalem, 

um angespuckt zu werden, verlacht, verspottet, geschlagen, 

ausgepeitscht und ans Kreuz gehängt zu werden. 

 

Er, der Sohn Gottes, gibt sein Leben ganz auf. 

Das ist sein Dienst.

Er gibt sein Leben als Lösegeld für viele. 

 

Hinter diesem Wort steht ein Gedanke des Alten Testaments. 

Wenn jemand schuldig geworden ist, 

dass er den Tod verdient,  

kann er in bestimmten Fällen, 

auf die ich hier nicht ausführlich eingehen kann,

ein Lösegeld bezahlen (6). 

Er kann damit sein Leben vom Tod auslösen 

und muss nicht sterben. 

 

Allerdings wird im Alten Testament auch klar, 

dass niemand ein solches Lösegeld für einen anderen 

an Gott geben kann (7). 

Das verwirkte Leben kann keiner bei Gott auslösen. 

Dafür aber tritt Jesus, der Menschensohn, ein!

Sein eigenes Leben wird das Lösegeld sein. 

 

Das ist sein Dienst, der ihn das Leben kostet. 

Er kauft uns mit seinem Blut, mit seinem Leben, 

frei von Sünde, Hölle, Tod und Teufel. 

Und als so Befreite können wir in eine neue Beziehung

zu Gott kommen - und von jetzt an anders leben. 

 

Jesus tut das für viele, 

das heißt für alle, die sich diesen Dienst gefallen lassen 

und ihn im Glauben annehmen. 

 

Er tut es für alle, die sich nicht zu gut vorkommen, 

die nicht selber groß sein wollen, 

sondern das annehmen, dass Jesus ihnen dient. 

Der größte Dienst, den es jemals gegeben hat 

und geben wird in dieser Welt - ist also der Dienst von Jesus. 

 

Wenn wir in der Passionszeit und in der übernächsten Woche
an Gründonnerstag und Karfreitag in den Gottesdiensten 

über das Leiden und den Tod von Jesus nachdenken, 

dann können wir ihm nur danken für diesen Dienst.  

 

Und so ähnlich soll auch der Dienst sein, 

den Christen andern Menschen tun. 

 

Diese Dienst wird nie die gleiche Tragweite haben

wie der von Jesus. 

Aber in seinem Windschatten findet er statt. 

Und Jesus fordert seine Jünger dazu auf: 

Beweist Größe in Selbstlosigkeit. 

 

Wer wirklich der Größte ist, 

das zeigt sich im Dienen - wie es Jesus getan hat. 

 

Trotz der direkten Abhängigkeit von Jesus 

ist das nie Sklavendienst. 

Sondern Freiheit vom alten, am Ego orientierten Leben, 

Freiheit zum Leben mit Jesus. 

 

In wenigen Wochen werden unsere jetzigen Konfirmanden gefragt: 

„Wollt ihr mit Jesus Christus (als) eurem Herrn leben, 

im Glauben an ihn wachsen

und in seiner Gemeinde bleiben?“

 

Und da wünsche ich mir, 

dass sie verstanden haben, was das heißt: 

Jesus soll der Größte in meinem Leben sein. Ihm zu dienen bedeutet wahre Größe. UndIch will ihm danken mit meinem Leben. 

 

Amen

 

 

1)  Vgl. Jesaja 51, 17 Auf Israel bezogen, das für sein Vergehen
       Gottes Strafe erleiden musste. In ähnlicher Weise litt Jesus für
       die Sünde der ganzen Welt.

(2)  Matthäus 26, 39

(3)  z.B. Psalm 42, 8

(4)  2. Korinther 4, 5

(5)  Daniel 7, 13–14

(6)  2. Mose 21, 28–30

(7)  Psalm 49, 8–11


(Ich danke Pfr. S. Betz für seine Vorarbeiten zu diesem Predigttext!)




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Dienstag, 23.10.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Mittwoch, 24.10.2018
18:00 Uhr in Schwann:
Gitarre für Anfänger
19:00 Uhr in Schwann:
Gitarre für Fortgeschrittene
20:00 Uhr in Schwann:
Hauskreis Tankstelle für junge Erwachsene bei Steffi
Freitag, 26.10.2018
17:30 Uhr in Schwann:
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Sonntag, 28.10.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer Held)
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Held)