2012-06-10

Predigt über Jeremia 23,16-31 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmanden, 

wie viele Worte erreichen nicht jeden Tag unser Ohr? 

Wie viele Sätze hören wir und lesen wir? – 

Wir können sie nicht zählen. 

So viel ist es. 

 

Das fängt schon morgens an: die Worte in der Familie. 

Da sind es noch nicht allzu viele – jedenfalls, wenn es noch früh ist 

und wenn Kinder und Eltern noch leicht verschlafen sind. 

Aber bald kommen andere Worte dazu: 

- auf dem Handy, 

- aus dem Radio, 

- aus dem Telefon, 

- die ersten Schlagzeilen und Artikel aus der Zeitung u.s.w.

Vielleicht noch dazu 

- die tägliche Bibellese, die Losung, ein Liedvers. 

 

Dann geht es weiter: Worte von Kollegen

und den Klassenkameraden. 

Ein ganzes Durcheinander von Sätzen im Bus (oder wie 

wir sonst zur Arbeit oder in die Schule kommen). 

Wo wir auch gehen: auf der Straße, in den Supermarkt – 

überall wird geredet und geredet und ... gequasselt. 

 

Und abends – da lesen wir uns vielleicht noch schnell durch den 

Poststapel, rufen Emails ab, schauen in eine Zeitschrift ...

und viele schalten gleich den Fernseher an. 

 

Zu der Flut von Worten kommt die Bilderflut:

Werbung, Shows, Serien, Filme bis zum Abwinken! ( - ) 

Wir hören und sehen so unendlich viel. 

Viel Belangloses. 

Viel Bedeutungsloses. 

Aber auch viel Bewegendes, viel Belastendes, viel Beschwerliches. 

 

Die große Frage ist: Was davon ist wahr und was ist falsch? 

Welchen Worten können wir glauben? 

Was lohnt sich zu hören? 

Bei wem lohnt es sich, genauer hin zu hören? 

Und wo  schalten wir besser auf Durchzug? 

Diese Woche beginnt bei uns der Konfirmanden-Unterricht ...

Und wisst Ihr, was ich manchmal denke, wenn ich Euch sehe: 

- Was vermutet Ihr wohl, dass Ihr in der Kirche / KU hören werdet?

- Denkt Ihr wohl auch: Ob man das wohl Ernst nehmen kann?

- „Kriege ich jetzt noch eine geballte Ladung christliche Meinungen
 dazu präsentiert - zu all‘ dem, was ich in der Schule und daheim 

    schon höre?“

 

Tatsächlich gibt‘s das ja auch in der Kirche, die vielen Worte, 

die vielen Meinungen und Positionen, ja manchmal muss man sagen: 

fast unerträglich viele. 

Nichts scheint mehr unmöglich. 

Gerade in unserer evangelischen Kirche: Aus der Kirche des 

Wortes ist sehr oft die Kirche der Wörter geworden! – 

Ein Theologe widerspricht dem anderen. 

Was auf Kanzeln und von Kathedern verkündet wird –, allem kann 

man bestimmt nicht glauben! 

Die Frage ist nur: Wem können wir glauben? 

 

Der Prophet Jeremia, von dem wir heute hören, kennt diese Fragen. 

Auch zu seiner Zeit nahmen die Worte überhand. 

Viele Propheten treten auf. 

Falsche Propheten. 

Sie leben buchstäblich gottlos: Abgötterei, Ehebruch, Lügen sind 

an der Tagesordnung – und das nicht nur irgendwo im Volk, 

sondern mitten in der Gemeinde. 

Aber die Propheten reden. 

Und sie reden laut und viel. 

Um es kurz zu machen: Das Wort Gottes droht in der Flut der 

Wörter und in der Anpassung an den Zeitgeist unterzugehen. 

 

Da bekommt Jeremia ein Wort von Gott. 

Es ist unser Predigttext heute und steht in Jeremia 23, 16–29

„So spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, 

die euch weissagen! - Sie betrügen euch; denn sie verkünden euch 

Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des HERRN. 

Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird euch 

wohl gehen, und allen, die nach ihrem verstockten Herzen wandeln, 

sagen sie: Es wird kein Unheil über euch kommen. 

Aber wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen

und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört?

Siehe, es wird ein Wetter des HERRN kommen voll Grimm und ein 

schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen. 

Und des HERRN Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, 

was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es klar erkennen. 

Ich sandte die Propheten nicht und doch laufen sie; 

ich redete nicht mit ihnen und doch weissagen sie. 

Denn wenn sie in meinem Rate gestanden hätten, so hätten sie meine

Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und 

von seinem bösen Tun zu bekehren. 

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR und nicht auch ein 

Gott, der ferne ist? Meinst du, das sich jemand so heimlich verbergen

könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. 

Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR. 

Ich höre es wohl, was die Propheten reden, die Lüge weissagen in 

meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt. 

Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und 

ihres Herzens Trug weissagen und wollen, dass mein Volk meinen 

Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem anderen erzählt (...)?

Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume;

wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. 

Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?, spricht der HERR. 

Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, 

der Felsen zerschmeißt?“ 



 

Ein starkes Wort! - Buchstäblich. 

Sehen wir es uns näher an: Wie können wir mit der Flut der Wörter 

umgehen und das wahre Wort heraushören? 

Auch gerade im Gottesdienst, 

bei den verschiedenen Predigern, 

im Religionsunterricht und auf der Straße!?

 

Wir bekommen hier mindestens drei Unterscheidungskriterien – 

Die erste heißt: Mach‘ Dir klar: Es geht um ...

 

(1) Wahr oder falsch – Propheten gibt es viele. 

Gott warnt durch Jeremia vor falschen Propheten. 

Und seine Warnung ist heute so aktuell wie damals. 

Falsche Propheten gibt es viele, 

auch in der Kirche, sogar in Kirchenleitungen und -synoden. 

Und sie zu erkennen und zu entlarven – das ist heute - so schwer 

wie damals. 

 

Was sind denn die Kennzeichen falscher Propheten? 

Was unterscheidet sie von den wahren Propheten? 

Gott selbst - nennt die Kriterien: 

Falsche Propheten verkünden die »Gesichte ihrer Herzen«. 

Sie reden eben nicht, was sie von Gott hören, sondern sie sagen, 

was sie selbst in ihrem Herzen finden. Was sie träumen. 

Was sie sich selbst erdenken. 

Sie sagen z. B., was kann denn Gott gegen praktizierte Homosexualität

haben, wenn er die Menschen doch so geschaffen hat?

Aber hat er das? ...

Und dann kommen wortreiche Erklärungen, 

warum doch alles, was dazu in der Bibel steht, 

heute einfach nicht mehr gelten kann ...

 

Der wahre Prophet dagegen verkündet, was er von Gott hört. 

Jeremia sagt: Er steht »im Rat des Herrn«. 

Er redet aus einer innigen Beziehung zu Gott heraus.

Er gibt weiter, was er empfängt. 

Falsche Propheten sind auf ihre Träume - und Wünsche - und Visionen 

angewiesen. Was anderes haben sie nicht zu sagen. 

Sie reden nicht nach dem »Mund des Herrn«, 

sondern den Hörern, dem Zeitgeist, nach dem Mund, 

sind der politischen Korrektheit verpflichtet. 

 

Der wahre Prophet dagegen ist auf Gottes Wort angewiesen 

und das sagt er weiter. 

Er sagt sich: „Wer bin ich denn, dass ich Gottes klares Wort 

einfach umbiegen oder verwässern kann?“

Selbst wenn es unangenehm ist. 

Ich verkündige doch nicht mich!

 

Falsche Propheten sind in der Regel laut und hektisch. 

Sie sind nicht gesandt, also laufen sie um so schneller. 

Sie machen viel Wirbel, 

suchen Aufmerksamkeit, 

wollen Schlagzeilen machen

und Anhänger gewinnen, deshalb rufen sie laut: 

»Mir hat geträumt! Mir hat geträumt!« ...

 

Dagegen kommt der wahre Prophet aus der Stille. 

Aus der Einsamkeit heraus, aus der Gemeinschaft mit Gott. 

Er drängt sich nicht ins Rampenlicht. 

Im Gegenteil: Er wird von Gott zum Reden gesandt 

und sträubt sich dagegen. 

Aber er muss reden, weil Gott ihn sendet. 

 

Jeremia ist das beste Beispiel dafür: 

- Er wollte nicht. 

- Er hat sich nie nach vorne gedrängt. 

- Aber Gott schickt ihn. 

- Gott gibt ihm eine Botschaft und die muss er sagen, obwohl 

sie ihm selber unangenehm ist. 

 

 

Liebe Gemeinde, liebe Konfis, 

was zeigt und denn Gott damit?

 

Wir sollten immer vorsichtig sein, 

wenn z. B. groß angekündigt wird: 

„Hört alle her: In Deutschland wird eine Erweckung ausbrechen“. 

Und wenn sogar noch der Zeitraum dafür angegeben wird. 

Und wenn das dann als der Anfang eines neuen Wirkens von Gottes 

Geist präsentiert wird, begleitet von Träumen und Visionen!

Da müssen wir aufpassen: 

Weil es das Kennzeichen falscher Propheten ist, 

dass sie ihre eigenen Visionen verkünden!

 

Oder wenn andere auftreten und lautstark verkünden, Frieden und 

Gerechtigkeit könnten wir selber schaffen. 

Das Reich Gottes könnten wir hier und jetzt selber verwirklichen. 

Auch die Christen sollten sich doch auf die Milleniumsziele

der UNO (Halbierung von Armut in der Welt) bis zu einem bestimmten 

Zeitpunkt verpflichten - weil es dann mit der Welt und der Menschheit

aufwärts geht ...

 

Viele Ziele sind gut und an sich wünschenswert.

Aber auch die Christen können das Grundübel der Sünde 

in der Welt nicht durch ihr Tun beseitigen. 

Das muss Gott tun!

Deshalb ist auch das falsche Prophetie, wenn gesagt wird, 

wir Christen seien selber die Motoren des Fortschritts,

wir seien Gottes Arme, wir seien Gottes Füße ...

Wir könnten durch unser entschlossenes Tun diese

Welt im Wesen verändern!

 

Es war zu allen Zeiten das Kennzeichen falscher 

Propheten, dass sie ihre eigene Ideologie verkünden, 

also Dinge, die durch das Wort der Bibel nicht gedeckt sind. 

 

Spätestens dort, wo Menschen auftreten und selbstbewusst erklären, 

der Bibel könne man sowieso nicht immer ganz vertrauen: 

    • siehe Schöpfung: Da habe Gott doch höchstens in der
       Ursuppe der Evolution gerührt, 
    • siehe Jesus: der sei doch mehr ein guter Mensch gewesen,
       aber nicht wirklich von den Toten auferstanden!?

spätestens da muss uns ein Licht aufgehen: 

Es ist ein Kennzeichen falscher Propheten, 

dass sie gegen das Wort Gottes reden - 

und dass sie den Sohn Gottes verkennen. 

 

Urteilen will ich nicht.
Aber aufpassen müssen wir hier jeden Tag. 

 

Hinterfragen steht auch Christen an sich gut an. 

Aber: Hinterfragen wir uns unbedingt zunächst selber!

Auch unseren ganzen Lebensrhythmus:

  • Ob wir nicht auch in unserer Kirche in der Gefahr stehen den Betrieb,
           die Events vor die Stille mit Gott stellen?

- Ob wir nicht zu viel laufen, ohne gesandt zu sein? 

- Ob wir nicht zu viel reden, ohne zu hören? – 

Prüfen wir zuerst uns selber, bevor wir auf andere zeigen! ( - ) 

 

Das ist der erste Unterschied: Wahr und falsch – 

Propheten gibt es viele. 

 

Kommen wir zur zweiten Unterscheidung, die unser Predigttext zeigt: 

 

 

(2) Nah und fern zugleich – Gott ist einer. 

Es ist ein Satz, der uns zusammenzucken lässt. 

Ich weiß nicht, ob Sie ihn beim Lesen des Predigttextes gemerkt haben. 

Da sagt Gott: »Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, und nicht auch ein Gott, 

der ferne ist?« (Vers 23). 

Wir wünschen uns doch einen Gott, der bei uns ist. 

Und das sagt uns doch das Evangelium auch auf jeder Seite:
Gott sei bei uns. Er gehe mit uns. Er sei uns näher, als wir ahnen. – 

Was soll dann dieser Satz, Gott sei auch der ferne Gott? 

Warum sagt Gott - so etwas? ( - ) 

Können wir ihm doch nicht ganz trauen? ( - ) 

 

Sehen Sie, Gott zeigt uns damit: 

»Ja, ich bin dir nahe, aber zugleich bin ich auch weiter als du denken 

kannst; ich bin der Herr des Himmels und der Erde. 

Ja, ich stehe zu dir und ich bin dir treu, aber zugleich - bin ich heilig. 

Ja, ich liebe dich, aber zugleich - richte ich dich.« 

Gott ist einer, er ist nah und fern gleichzeitig! ( - ) 

 

Falsch ist es, wenn wir meinen: Gott sei das, was wir fühlen. 

Gott sei das, was ich mir wünsche. Was ich im Bauch habe, im Gefühl. 

Auch: Gott sei das, was ich mir denke, was in meine Pläne, was in mein 

Weltbild passt. – 

Aber so ist er nicht. 

Gott sprengt jeden Rahmen, in den wir ihn pressen wollen. 

Er lässt nicht über sich verfügen, lässt sich nicht berechnen. 

Er lässt sich in kein Schema presen, auch wenn es noch so fromm 

oder gelehrt oder menschenfreundlich ist. 

Gott ist immer noch - ganz anders. 

 

Falsche Propheten verkennen das: Sie meinen, Gott sei das, was sie 

fühlen und denken und meinen. 

Aber Gott ist anders. Er ist auch nicht - nur der liebe Gott. 

Er ist zugleich unser Richter. 

Er zeigt uns seinen Willen. 

Er ordnet unser Leben. 

Und - er zieht uns zur Verantwortung. 

 

Deshalb sagt Martin Luther, wenn er die Zehn Gebote erklärt, immer: 

»Wir sollen Gott fürchten - und lieben.« 

Gott ist nah und fern zugleich. 

Er ist kein Automat, der unsere Wünsche erfüllt. 

Seine Gaben, gerade auch seine Geistesgaben, sind keine geist-

lichen Genussmittel, sondern Hilfen, um gehorsam zu sein.  

Deshalb soll unser ganzes Beten -, alles was wir bitten, immer 

getragen sein von der Grundbitte: »Dein Wille geschehe!« 

 

Gott ist einer – nah und fern zugleich. 

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmanden, am deutlichsten wird uns 

dieses Wesen Gottes, wenn wir auf das Kreuz (->) schauen. 

Da sehen wir ihn -, den Gott -, der uns näher kommt, als irgendein 

Mensch uns kommen kann:

Er stirbt unsern Tod. 

Er trägt unsere Schuld. 

Er nimmt unsere Todesstrafe auf sich. Stellvertretend. 

Damit wir leben können -, ewig leben. 

Damit wir - mit Gott versöhnt werden. 

 

Der Gottessohn am Kreuz - ist der ganz nahe Gott. 

Und gleichzeitig sehen wir den fernen Gott. 

Den, der die Sünde ernst nimmt, todernst. 

Den, der seinen Sohn richtet. Jesus selber ruft es hinaus: »Mein Gott, 

mein Gott, warum hast du mich verlassen?« (Psalm 22). 

Den fernen Gott -, ja die tiefste Gottverlassenheit überhaupt hat er 

erlebt. Da sehen wir den Gott, den wir fürchten. ( - )  

 

Wir fürchten ihn, aber wir haben keine Angst vor ihm. 

Weil er in Jesus für uns und bei uns ist - ein für allemal. 

Nah und fern zugleich – so ist Gott. 

 

Das ist die zweite Unterscheidung. Zum Schluss noch die dritte: 

 

 

(3) Gebunden und frei – wir sind gesandt. 

Man könnte meinen, jetzt hebe Jeremia abschließend den Zeigefinger 

und sagt: »Also, liebe Leute, haltet euch auf jeden Fall von den falschen 

Propheten fern!« 

Oder er fordere sogar: »Macht sie mundtot, die falschen Propheten! 

Verurteilt sie! Vertreibt sie!« – 

Aber nichts dergleichen! ( - ) Kein Wort davon. Im Gegenteil, ganz gelassen 

sagt Gott: »Ein Prophet, der Träume hat, der - erzähle Träume. 

Wer aber mein Wort hat, der predige - mein Wort recht.« (Vers 28). 

 

Was für eine erhabene Gelassenheit! 

Wir brauchen nicht ängstlich und feindlich auf die falschen Propheten 

zu schauen. 

Wir brauchen auch nicht in die christliche Welt zu schauen und hinter 

jeder Pressemeldung, hinter jeder Verlautbarung und hinter 

jeder Predigt gleich eine falsche Prophetie vermuten. 

Wir sollen nicht auf der Lauer liegen und ständig andere verurteilen. 

Rechthaberei steht Christen nicht gut an. 

Weil der Heilige Geist kein Rechthaber ist -, sondern ein Wegweiser!

 

Und als solcher weist er uns seinen guten Weg. 

Mir und Dir - will er das tun!

Und ER selber -, ja  Gott selber - deckt die Lüge auf und bringt die Wahrheit

zur Geltung. 

Das, was wir durch Verurteilen erreichen wollen - und doch nicht können, 

das erreicht Gottes Wort selber: Es ist „ein Hammer, der Felsen zer-

schmeißt“. ( - ) 

Wir brauchen nur eines zu tun: Sein Wort hören und es weiter sagen. 

 

Und dazu brauchen wir Stille. 

Wer die Wahrheit sagen will, muss die Wahrheit hören. 

 

Wir brauchen Stille. 

Ziehen wir uns zurück -, mindestens ein Mal am Tag.

Einen Tag in der Woche. 

Eine gewisse Zeit im Jahr. 

Rückzug aus der Flut der Wörter. 

Aus dem lauten Getöse - in die Gemeinschaft mit Gott. 

Zeit mit IHM -, Zeit mit der Bibel. 

 

Das sind die Zeiten, in denen Gott uns aufbaut und segnet. 

Hier bindet er uns an sein Wort - und befreit uns zum Reden. 

In der Stille vor IHM - baut Gott mich und Dich auf! 

Und aus dieser Gemeinschaft heraus will er uns auch senden - in diese

kleine Welt. 

 

Aus der Stille heraus dürfen wir reden. 

Ja, wir sollen reden. 

Als seine Zeugen!

 

Und mit Gottes Geist im Herzen können wir frei von der Leber weg 

sagen, was uns erfüllt. ( - ) 

Im Glauben sind wir gebunden und frei zugleich: 

Gebunden an Gottes Wort - und von da aus - frei zum Reden. 

So sendet Gott seine Leute in die Welt. 

Die Frage ist nur: Lassen wir uns - senden? 

Amen




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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