2017-03-26

Predigt über Philipper 1,15-21 / Pfarrer Friedhelm Bühner

 

Wir hören auf Gottes Wort für diesen Sonntag aus dem Philipper-

Brief des Apostels Paulus, Kapitel 1, die Verse 15-21:

„15 Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht, 

einige aber auch in guter Absicht: 16 diese aus Liebe, denn sie wissen, 

dass ich zur Verteidigung des Evangeliums hier liege; 17 jene aber 

verkündigen Christus aus Eigennutz und nicht lauter, denn sie 

möchten mir Trübsal bereiten in meiner Gefangenschaft. 18 Was tut's 

aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe 

zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber. Aber ich 

werde mich auch weiterhin freuen; 19 denn ich weiß, dass mir dies 

zum Heil ausgehen wird durch euer Gebet und durch den Beistand 

des Geistes Jesu Christi, 20 wie ich sehnlich warte und hoffe, dass 

ich in keinem Stück zuschanden werde, sondern dass frei und offen, 

wie allezeit so auch jetzt, Christus verherrlicht werde an meinem Leibe, 

es sei durch Leben oder durch Tod. 21 Denn Christus ist mein Leben 

und Sterben ist mein Gewinn.“

 

 

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmanden, 

 

„Ich freue mich“, sagt da einer nicht nur einmal, 

sondern es sprudelt förmlich aus ihm raus: 

Ich freue mich und habe allen Grund dazu, 

denn es läuft genau so,

wie es sein muss, exakt so!

 

Ich hab’ allen Grund zur Freude. 

Jesus lebt, Jesus siegt.

Er kommt mit mir ans Ziel. 

 

Aber Hallo (und man beachte!):
Der das sagt, steht kurz vor seiner Hinrichtung, 

und er haust in einem stickigen, feucht kalten Loch, 

irgendwo tief unten in einer Festungsanlage, 

als ob der von da unten sehen kann, 

was die Zukunft bringt. 

 

Und doch, er kann! Er weiß! Er sieht!

Ja, was denn?

Was kann man angesichts eines viel zu frühen Todes sehen? 

 

Steve Jobs, Begründer von Apple Computer, 

im Alter von 56 Jahren verstorben, 

hat einmal in einer viel zitierten Rede 

sechs Jahre vor seinem Tod vor Studenten in Stanford

gesagt: 

„Mir klarzumachen, dass ich bald tot sein werde, 

ist das wichtigste Werkzeug, das ich je hatte, 

um die größten Entscheidungen in meinem Leben zu treffen. 

Denn alles, 

alle äußerlichen Erwartungen, aller Stolz, 

alle Furcht vor Blamagen, alle diese Dinge verschwinden

im Angesicht des Todes und lassen nur das übrig, 

was wirklich zählt.“

 

Ein Satz der stimmt, finde ich: 

Im Angesicht des Todes „verdünnisiert“ sich alles … bis 

auf das wirklich Wichtige

und ich sehe, was nicht Bestand hat 

und was ich anfangen sollte. 

(Ob es dann auch dazu kommt, steht aber nochmal auf 

einem anderen Blatt …, leider schaffen es viele Menschen 

trotz Wissen um ihren baldigen Tod nicht …

sich auf Gott zuzubewegen … den Frieden mit ihm zu 

suchen bevor sie sterben, obwohl sie es genau spüren, 

dass das (spätestens) jetzt „dran“ wäre!

Darum wissen, worauf es jetzt ankommt

und es auch zu tun … 

ist wie auf den ersten auch den zweiten Schritt tun …)

 

 

Denken wir nicht immer, 

wir hätten alle Freiräume der Welt,

uns stünden alle Türen offen? 

Dabei werden unsere Spielräume mit jedem Tag Lebenszeit

immer kleiner, wir geraten in eine Tretmühle, 

ein „Hamsterrad“ … werden inflexibler. 

 

Bei Paulus ist es genau umgekehrt:

Wie gesagt, er sitzt im Knast (ohne Fernsehen und Internet-

anschluss), muss abwarten, 

was konkret auf ihn zukommt. 

Sein Leben ist reduziert auf einen Punkt, 

diese winzige Zelle, ohne Bewegungsspielraum - 

und doch geht von dort eine Atmosphäre der Freude aus, 

die ansteckend wirkt, 

die ganz real da ist und weite Kreise zieht. 

 

Da war es sicher nicht unwichtig, 

dass Paulus gute Freunde hatte, 

Geschwister im Glauben, 

die ihn besucht haben und für ihn gebetet haben. 

 

Auch für uns ist das wichtig, 

dass wir in der Krise gute Begleiter haben:

Freunde, Verwandte im Glauben, die gut zuhören können,  

und die auch bereit sind, für uns in unserer Krise da zu sein. 

In guten Zeiten sollte man solche Beziehungen pflegen, 

damit sie auch in Krisen tragen können. 

Dafür brauchen wir Zeit für unsere Familie, 

für unsere Freunde, 

für Geschwister im Glauben!

 

Aber nach was anderes ist dem Paulus wichtig

und davon rührt sein weiter Blick, seine reale Freude. 

Er weiß: 

 

 

1. Bei mir wohnt Jesus - oder - Christus lebt in mir (Gal 2,20)

Normalerweise werden wir doch dann innerlich ruhig 

und leben auf, wenn uns etwas gelingt, 

wenn wir erfolgreich sind, 

wenn wir gelobt werden, 

wenn jemand was Gutes sagt oder auf uns zukommt. 

 

Ist es aber umgekehrt, dann werden wir unruhig 

oder sogar deprimiert.

Wenn sich Misserfolg einstellt ... dann baut sich in mir leicht eine 

Spannung auf ... ich fühle mich als Versager. 

Das kann auch Kritik sein, vor allem von Leuten, 

die ich anders eingeschätzt habe …, als Freunde. 

Wenn die so mit mir umspringen 

oder sich ganz von dir abwenden, 

dann zieht einen das runter!

 

Geht es Ihnen nicht auch so?

 

Aber an dieser Stelle will ich von Paulus lernen: 

Es ist nicht gut, wenn ich mich von Menschen oder Dingen 

abhängig mache!

(„Werdet nicht der Menschen Knechte, denn ihr seid teuer erkauft!“ 

1. Kor 7,23 Paulus)

Denn Abhängigkeit von irdischen Dingen, 

lässt mich hin und her schwanken, 

macht mich unfrei für Gott, für Jesus. 

Da öffne ich dem Bösen eine Tür ...

 

Die Bibel zeigt uns hier am Beispiel des Apostels Paulus

einen inneren Raum, 

der frei ist von solchen „Schüttelmanövern“, 

von den Wechselbädern unserer Gefühle. 

Obwohl Paulus natürlich auch Gefühle hat …

auch er ist verletzlich, spürt ganz genau, 

was da um ihn herum vor sich geht. 

 

Aber in seiner Beschreibung wird klar: 

Er ist davon nicht abhängig

und er lässt es auch nicht zu, 

dass diese Gefühlskämpfe in seinem 

Inneren ständig andauern. 

Denn sonst wäre es total unerklärlich, 

was Paulus hier schreibt …

 

Es gibt offenbar im tiefsten Verließ … 

in jedem „Loch“, in dem sich ein Mensch befinden kann, 

noch einen inneren Raum,

zu dem keiner Zutritt hat als Gott allein, 

ja als Jesus allein. 

Und dieser innere Raum, der bei Paulus erkennbar ist,

der wird von der Freude bewohnt … von der Freude in Christus …

und mit Christus.

 

Dazu muss ich ein paar Sätze ausholen: 

Paulus war ja dem auferstandenen Jesus selber begegnet

und der hat ihn gerufen und beauftragt zum Missionar 

für die Völkerwelt. 

Das war für ihn erstmal ein Herrschaftswechsel 

(„Nicht ich lebe, sondern Christus lebt (jetzt) in mir!“) 

dann aber auch … ein Standortwechsel: 

„Jesus ist jetzt der Mittelpunkt in meinem Leben, 

die Achse um das sich alles, was ich bin und habe drehen

soll … und wie eine Achse immer in der Mitte ist, 

so wohnt dieser Christus jetzt in mir“.

 

Und dieser innere Raum, die Schaltzentrale …

ist der Rückzugsort für Paulus, 

der Raum der Freude in allem Leide …, 

von dem Paulus spürt, dass es sich mehr und mehr 

über ihm zusammen braut. 

 

Paulus weiß es und lebt es: 

„Gerade weil ich Jesus nachfolge, 

in seiner Spur und aus seiner Kraft lebe - 

und mir nichts wichtiger ist, 

als dass durch mich noch viele Menschen 

für die Ewigkeit gerettet werden -, 

steht über meiner kleinen Lebensgeschichte 

Gottes große Geschichte!

Gott weiß, was er tut. 

In seiner Hand kann ich mich bergen, 

ob ich noch weiter lebe oder morgen schon sterbe ...“

 

 

Liebe Gemeinde, liebe Konfis, 

dieser innere Ort ist keine von uns (mir) zurecht gelegte Vorstellung, 

kein letzter Strohhalm, kein Placebo.

Er ist eine Wirklichkeit, 

die jeder erlebt, der Jesus sein Leben ganz anvertraut hat

und sich von ihm führen lässt. 

 

Alles - hängt an Gottes Zusage, dass er in mir Wohnung

nehmen will (vgl. Joh 14,23: Jesus sagt: 

„Wer mich liebt, der wird mein Wort halten und mein Vater

wird ihn lieben - und wir werden zu ihm kommen und 

Wohnung bei ihm nehmen!“)

 

Dort werde ich immer schon von Gott erwartet. 

Dort ist der Ort der Freude und der Begegnung mit Jesus, 

da geht die Freude los und hört nie mehr auf. 

Und wir verstehen …, 

warum Paulus uns nicht sein düsteres Verließ beschreibt. 

 

Sein Zentrum, seine Existenz ist Christus, 

nicht persönliche Gereiztheit, 

nicht, was andere von ihm wollen, 

sondern die Freude quillt aus jedem Knopfloch: 

Jesus hat sich selber zum Gefangenen machen lassen, 

damit ich in allen Bindungen frei sein kann!

Sogar noch im Gefängnis, sogar den Tod vor Augen!

Kein Grund zur Panik!

Paulus erlebt das Geheimnis von Jesu Nähe. 

Und das ist heute … genau gleich!

 

Du kannst das in der Schule erfahren, in der Familie, 

wo Du vielleicht der einzige bist, der Jesus nachfolgt, 

im Beruf, in der Ehe, überall ...

 

„Freude, die von innen kommt, 

Freude, die mir niemand nimmt. 

Herr, du machst mein Leben hell ...“

 

 

Und es gibt noch ein Zweites, 

wovon der weite Blick des Paulus 

und seine nicht totzukriegende Freude herkommt. 

Es ist für ihn die absolute 

 

 

2. Hauptsache, dass das Evangelium
„in die Gänge“ kommt!

Wir sehen hier einen Paulus, 

durch den junge Christen in der Gemeinde Mut bekommen haben. 

Das scheint immer wieder durch. 

Aber was war denn … so vorbildlich an seinem Leben?

 

Dass er eben nicht an seinem Leben klammert und jammert, 

sondern dass Jesus ihn hält.

 

Paulus lässt nichts aus, 

er sagt fröhlich Ja dazu. 

Sein ganzes Leben steht dafür. 

Und darin lebt er, was Jesus einmal von seinem Leben gesagt hat:

„Niemand hat größere Liebe als der, 

der bereit ist, sein Leben für seine Freunde zu lassen!“ (Joh 15,13).

 

Eine gefährliche Klippe, liebe Gemeinde!

Denn wie leicht lebe ich nach dem Motto:

Hauptsache, mir geht‘s gut, 

ich habe meinen Job und die Gesundheit!

 

Für Paulus ist die Hauptsache, 

dass das Evangelium von Jesus läuft und läuft und läuft …

und dass Menschen gerettet werden für die Ewigkeit …

Dass sein Leben etwas sei zur Ehre Gottes - 

und wodurch wird Gott mehr geehrt, 

als wenn Menschen umkehren 

und Jesus bei ihnen einzieht?!

 

Dazu gehört, dass ich meine Gedanken, 

meinen Eigenwillen, 

meine Vorstellung davon, 

was das Wichtigste im Leben (und deshalb auch im Alltag) ist, 

immer wieder kritisch hinterfragen lasse!

Auch Christen sind da nicht außen vor. 

Auch sie neigen zu eigenen Wegen, 

machen lieber, was wenig herausfordert, 

suchen Gemütlichkeit …, meiden die Konfrontation

um des Glaubens willen. 

 

Aber dabei verlieren Sie die Vision, 

die Jesus ihrem Leben gibt

und ihr Glaube „degeneriert“, 

sie werden andere nicht mehr anstecken können für Jesus.

 

Warum haben wir eigentlich Angst, 

für Jesus vielleicht sogar unser Leben zu verlieren?

Warum haben wir eigentlich Angst, 

Zeugen für Jesus zu sein, 

die dem Wesen nach ganz bei Jesus sind?

 

 

Das hat doch Verheißung!

 

Vielleicht geht es Paulus ja deshalb so anders 

mit der Freude, 

weil er in der Spur von Jesus geradewegs da reinkommt, 

wo er als (um sein Leben und Ansehen vor Menschen) bedachter 

Christenmensch … nie hingekommen wäre: Ins Gefängnsi!

 

Aber Paulus sieht weiter:

„Wer weiß, warum er genau dort hin muss. Gott weiß es!“

 

„Und wenn es nur dazu gut sein sollte, 

dass er hier mit dem Wachpersonal 

ungestört von seiner Freude reden kann, 

die doch immer nur mit einem Namen verbunden ist - mit Jesus!

 

Hast Du unter diesem Vorzeichen schon mal

über Deine Zeit im Krankenhaus nachgedacht?

Vielleicht sogar über Autounfall oder sonst etwas, 

was Dich geärgert hat …?

 

Bitten wir Gott doch um diesen weiten Blick des Paulus!

 

Gerade, wenn Du mit ihm lebst!

Dann bitte um seine Sicht der Dinge?

Und dass diese Sicht auch die Deine wird, 

dass Du sie annehmen kannst …

und er ihn Dir wohnt … und Dich das froh macht …

und auch andere erreicht.

 

Paulus kann sogar im Gefängnis noch sagen, 

worin seine Hoffnung besteht 

und liegt das nicht exakt im Plan von Jesus,

der einmal über ihn gesagt hat: 

„Du, Paulus, sollst mein auserwähltes Werkzeug sein!“

dass du meinen Namen vor Heiden und Könige bringst

(und bitte, er hat‘s geschafft, er ist im Haus des Kaisers 

von Rom - wenn auch in dessen Gefängnis, was solls?! 

Eine Meisterleistung Gottes!, 

aber auch und jetzt kommt‘s:) 

Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muss

um meines Namens willen!“ (Apg 9,15f). 

 

Sein Leben, das weiß Paulus, 

macht nur von daher Sinn, 

dass er wie Jesus ohne Scheu die Botschaft sagt. 

Und dazu gehört, 

dass er auch Feindschaft erleben wird. 

Aber genau so … lässt Gott daraus Frucht entstehen!

Wo Menschen ihm mit Mut und Entschlossenheit folgen, 

selbst wenn es persönliche Nachteile bringt.

 

Wir müssen nicht gleich ins Gefängnis gehen, 

um Zeuge von Jesus zu sein,

aber schon früh am Morgen sollten wir uns (und Jesus)

die Frage stellen: Wem kann ich heute ein Zeugnis für Dich sein?

Und gib mir die Klarheit, dass ich nicht wählerisch bin!

 

Paulus war wichtig: 

Alles zur Förderung des Evangeliums!

 

Und dabei war es so, 

dass die anderen Christen in Philippi

jetzt für Paulus in die Bresche gesprungen sind!

 

Manchmal kommt der Gemeindebau auch dadurch voran, 

dass ein wichtiges Glied mal für längere Zeit fehlt!

Das kann andere auch ermutigen … 

sie merken jetzt, dass sie gebraucht werden

und wachsen in eine Aufgabe hinein!

 

Sogar ein Jobverlust kann manchmal segensreich sein …

Ich kenne so einen Menschen, der schon (viel zu früh?)

pensioniert wurde … und jetzt viel Zeit für seine Gemeinde, 

für das Evangelium einsetzt!

 

Wie würden Sie damit umgehen? ( … )

 

In allem, was Christen sind, tun und sagen …,

soll es doch darum gehen, 

dass Jesus der Regisseur ist

und den Film meines Lebens gestalten darf. 

 

Ja, Paulus hat gewusst, dass es besser ist, 

wenn er am Leben bleibt, 

vor allem mit Blick auf die Gemeinde, 

für sich gesehen aber würde er den Tod vorziehen, 

weil er dann eins mit seinem Herrn, mit Jesus wäre ...

 

 

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmanden, 

summa summarum geht es also immer wieder darum, 

wer mein Leben designen darf. 

 

Jesus will nicht nur eine Rolle spielen bei mir 

er will der Regisseur meines Lebens sein!

Jesus will der sein, 

der meinem Leben Gestalt … und Schönheit verleiht!

Und was dazu dient, 

das will er sagen dürfen, weil er es am besten weiß!

 

Der Predigttext für diesen Sonntag stellt mir die Frage:

Wessen Weg will ich gehen?

Will ich Jesus nachfolgen, notfalls bis in den Tod?

 

Und dazu gehört:

Auf welche Stimme will ich vor allen anderen hören?

Wir leben in einer Zeit der 1000 Stimmen … 

die sozialen Medien quatschen uns zu … nehmen uns die

Zeit zur Stille und zum Nachdenken über das Entscheidende!

 

Damit ich die Stimme von Jesus hören kann, 

braucht es den Rückzugsort, die innere Zelle, 

um wirklich seine gute und wegweisende Stimme zu hören!

 

Es geht nicht um Erfolg, sondern um Sinn. 

Um ein sinnvolles Leben. 

Jesus gibt meinem Leben Sinn, 

weil sein Leben über meines hinaus ragt, 

nicht zuletzt mit Blick auf die große Zukunft, 

die ich bei ihm (und nur bei ihm) haben werde!

 

Das macht mich schon heute froh!

 

In dem Film über Sophie Scholl kann man das schön sehen, 

dass wir etwas brauchen, was über uns hinaus reicht 

(Kennen Sie den Film?

Die Geschwister Scholl, junge Münchner Studenten, 

wurden dafür hingerichtet im III. Reich,

weil sie an der Uni Flugblätter gegen das Regime verteilt haben):

Diese junge Frau weiß in einem Moment ihres Lebens, 

was sie tun muss. 

Sie weiß, dass sie das Eigentliche ihres Lebens verlieren wird, 

wenn sie nicht am Widerstand und an der Flugblattaktion 

teilnimmt. 

 

Keiner, der den Film anschaut, wird behaupten, 

dass das Leben von Sophie Scholl sinnlos gewesen sei.

Im Gegenteil: Gerade durch ihre Entscheidung nimmt ihr 

Leben an Bedeutung zu, 

bekommt es eine Mitte und Standfestigkeit, 

obwohl es so früh zu Ende geht. 

 

Bewegend ist die Szene mit ihren Eltern vor der Hinrichtung: 

Den Eltern, denen ja eigentlich nichts wichtiger sein kann, 

als dass die Tochter und der Sohn überleben, 

treffen Sophie und sagen: 

„Mein Kind, was du getan hast, war richtig.“ ( - ) 

 

Diese junge Frau hat begriffen, 

dass es ein Ziel in ihrem Leben gibt, 

das über ihr unmittelbares Leben hinaus geht. 

Und wenn sie dieses Ziel, das ihr Leben übersteigt, verliert, 

dann verliert sie sich selber. 

 

Über gelebtes und gelungenes Leben … lässt sich nicht

diskutieren!

 

Paulus konnte sagen: Ich freue mich!

Christus lebt. Christus siegt. Er lebt … in mir!

Ich höre seine Stimme … Ihm will ich folgen. 

Was können mir Menschen tun?

Amen




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Donnerstag, 15.11.2018
14:30 Uhr in Schwann:
Sport und Glaube (Edgar Schneider, früher Fußballprofi)
Freitag, 16.11.2018
17:30 Uhr in Schwann:
Mädchenjungschar
Sonntag, 18.11.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Prädikant Bachteler)
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer Held)
10:00 Uhr in Schwann:
Kindergottesdienst im Gemeindehaus
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer Held)
Dienstag, 20.11.2018
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann