2015-04-26 Konfirmation Dennach

Festgottesdienst zur Konfirmation am 26.4.2016 in der Christuskirche Dennach mit Predigt über Johannes 15,14-15 / Pfarrer Friedhelm Bühner

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Quiz "Freundschaftspaare finden" (zwei Gruppen treten gegeneinander an)

 

Predigt

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, 

liebe Festgemeinde, 

 

eines ist mir in diesem Konfijahr aufgefallen: 

Für Euch Konfis gibt’s zwei Dinge, 

die euch absolut wichtig sind:

Freunde zu haben - und Menschen, 

denen ihr vertrauen könnt. 

 

Und damit liegt ihr voll im Trend. 

Denn laut einer aktuellen Umfrage sind Kindern und 

Jugendlichen bis 13 Jahre 

Freunde und Freundschaft sehr wichtig 

(63 Prozent) oder wichtig (32 Prozent). 

Erst dann kommen Dinge wie Musik, Computer-Spiele 

und Sport. 

 

Wobei man sagen muss, liebe Herren der Schöpfung, 

dass die Mädels die Statistik ein bisschen schönen.

Den nach nach Geschlechtern gefragt

sind euch Jungs Freunde nur 9 Prozent wichtiger 

als Computerspiele -, 

bei den Mädels liegen 51 Prozent dazwischen!

 

Da hoffe ich ja echt, dass ihr eines Tages nicht 

so endet wie der Mann, der gesagt hat: 

„Ich liebe meinen Computer. 

Meine Freunde wohnen da drin …“

 

Auch Jesus hat einmal ein Statement zum 

Thema Freundschaft geliefert. 

Allerdings - sagt er nicht irgendeinen klugen, 

ganz allgemeinen Satz drüber, 

wie wichtig und kostbar Freunde sind, 

sondern er sagt zu seiner Jüngern (Joh 15,14-15:)

„Ihr seid meine Freunde, wenn ihr mein Gebot befolgt. 

Ich nenne euch nicht mehr Diener; 

denn ein Diener weiß nicht, was sein Herr tut. 

Vielmehr nenne ich euch Freunde; 

denn ich habe euch alles gesagt, 

was ich von meinem Vater gehört habe.“ 

 

 

 

Das ist eigentlich der Hammer!

Jesus ist der Lehrer, der Chef, der Boss der Welt - 

er ist der Sohn Gottes. 

Er kennt Gott, den Allmächtigen, direkt;

er kommt von ihm. 

 

Eigentlich müsste er zu seinen Nachfolgern sagen: 

Ihr seid meine Schüler, weil ich schlauer bin als ihr

und ihr von mir lernen müsst. 

Ihr seid meine Diener, weil ich der Chef bin

und sag’, wo’s lang geht. 

Ihr seid meine Untertanen, 

weil ich der wahre König bin. 

Verstanden?

 

Da ist eigentlich ein riesiges Gefälle zwischen Jesus und uns, 

ein himmelweiter Unterschied zwischen dem Sohn Gottes

und uns Menschen. 

 

Und trotzdem stellt sich Jesus auf die gleiche Augenhöhe

wie wir und sagt: „Ihr seid meine Freunde!“

 

Stellt euch vor, eines Tages fährt eine 

von Polizei und Bodyguards begleitete 

Limousine bei euch daheim vor; 

Angela Merkel steigt aus, 

klingelt an der Haustür und sagt: 

„Maximilian Karcher“ (oder Elena Kull oder ...)

du bist meine Freundin / mein Freund!“

 

Das wäre doch total verrückt. 

 

Aber obwohl es noch viel verrückter ist 

und er unendlich mal wichtiger und mächtiger

als unsere Bundeskanzlerin, 

macht Christus genau das!

Er streckt dir seine Hand aus und lädt dich ein:

„Sei mein Freund! - Lerne mich kennen!

Lebe mit mir und in meiner Gemeinde!“

 

Wir müssen sogar noch einen Schritt weiter gehen. 

Die Einladung von Jesus ist nicht von oben herab gemeint. 

Er hält dir nicht gönnerhaft oder großkotzig seine Hand hin

nach dem Motto: „Ich gewähre dir meine Freundschaft - 

du arme Kreatur!“ oder „Küss meinen Ring!“

 

Nein, er, der Sohn Gottes, 

der Herr und Meister - 

und will unbedingt dein Freund sein; 

er will dich von ganzem Herzen bei sich haben, 

er wünscht sich nichts sehnlicher, 

als dass ihr Freunde werdet!

 

 

Ja, Jesus ist ohne dich nicht komplett.

So wie Ernie ohne Bert … oder Obelix ohne Asterix

nicht komplett sind. 

Du fehlst ihm, wenn du seine Freundschaft ausschlägst. 

 

Vielleicht denkt der eine oder die andere von uns jetzt: 

„Ach, das ist aber nett. 

Das find’ ich ja toll, dass Christus mich vermisst. 

Aber, so leid es mir tut: Das ist sein Problem!

Denn mir - fehlt - er nicht unbedingt. 

Ich fühl’ mich eigentlich auch ohne ihn komplett und ganz gut!

Vielleicht sollte er sich besser einen anderen Freund suchen. 

Es gibt doch bestimmt genug Leute, die ihn brauchen!?“

 

Falls jemand so oder ähnlich denkt, 

muss ich eine Sache klarstellen: 

Jesus ist ohne dich unvollständig - aber nicht, 

weil er dich braucht, 

sondern weil er dich will!

Und du - bist ohne Jesus unvollständig, 

weil du ihn brauchst -, auch wenn du ihn nicht willst!“

 

Noch mal, damit niemand sagen kann, 

er hätt’s nicht kapiert: 

Jesus ist ohne dich unvollständig -, 

aber nicht, weil er dich braucht

(er kann auch ohne dich leben!) -, 

sondern weil er dich will

(er will eben nicht ohne dich leben!). 

 

Und du bist unvollständig ohne ihn, 

weil du ihn brauchst, 

selbst wenn du ihn nicht willst. ( - ) 

 

Ja -, du brauchst Jesus - jeder Mensch braucht ihn, 

ob er es wahrhaben will oder nicht. 

Wenn wer sonst - sollte deine Sünden vergeben?

Wer sonst - sollte dein Leben retten 

und dir ewiges Leben schenken?

Wer sonst sollte in dein Herz hinein schauen und wissen, 

wie es dir wirklich geht?

Und wer sonst sollte deiner Seele tiefen, echten Frieden geben?

 

Das kann noch nicht einmal der aller-, allerbeste Freund. 

Das kann nur ER!

 

 

Gehen wir noch einen Schritt weiter, 

liebe Konfirmanden, liebe Gemeinde

und fragen: Wie kann ich denn ein Freund von Jesus werden?

 

Ich sehe ihn ja nicht. 

Ich kann ihm ja keine Freundschaftsanfrage über Facebook schicken -

in der Hoffnung, dass er auf „bestätigen“ klickt.

 

Ich vermute auch mal, dass er kein „Whatsapp“ auf seinem 

Smartphone installiert hat. 

Wahrscheinlich hat er nicht mal ein Smartphone!

 

Aber das braucht er ja auch gar nicht. 

Er hört dich ja auch so. Immer. Direkt. 

Das heißt: Der Verbindungsaufbau zu Jesus ist so ziemlich 

die einfachste Sache der Welt:

> Kein Gerät nötig.

> Keine Grundgebühren, 

> keine Kosten, 

> keine sonstigen Haken. 

Du kannst einfach mit ihm sprechen und ihm sagen: 

„Ich möchte dein Freund sein!“

„Und ich will das zeigen, indem du mir konkurrenzlos wichtig bist, 

indem ich in deiner Gemeinde lebe, 

auch wenn das für andere ganz unwichtig ist.“

 

Diesen Verbindungsaufbau kriegt jeder hin, 

selbst wenn er von Handys und dem ganzen Zeug keine

Ahnung hat!

 

Und das wünschen wir (Jan Hunsmann und ich) von Herzen, 

aber noch mehr: dass Du diese Freundschaft dann auch lebst!

So wie echte Freundschaft immer ist:

DU und JESUS … als unzertrennliches Paar.

Amen

 

 

(Ich danke Pfr. Chr. Lehmann für seine Vorarbeit zum Predigttext und die Idee)




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Sonntag, 24.06.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer M.Gerlach)
10:00 Uhr in Schwann:
Kindergottesdienst
10:15 Uhr:
Gottesdienst in Schwann (Pfarrer M.Gerlach)
Dienstag, 26.06.2018
17:45 Uhr:
Jungschar für alle Jungen und Mädchen im GH in Dennach
19:45 Uhr:
Chorprobe im GH in Schwann
Mittwoch, 27.06.2018
19:00 Uhr:
Teenkreis 13+ im GH Schwann
Donnerstag, 28.06.2018
18:30 Uhr:
Biblellesen und Austausch für Jugendliche im GH Schwann