2014-10-05 Familiengottesdienst an Erntedank mit Kindergarten

Predigt zu Anspiel des Kindergartens Dennach mit "Äpfeln" und Hebräer 13,15-16 / Pfarrer Friedhelm Bühner

 

Liebe Kinder, liebe Eltern …,

heute geht es ums Danke sagen ... es ist ja auch ERNTEDANKFEST!
Apfel in der Hand ... Mhm … Riecht er nicht ganz toll?

Also, der riecht super lecker,
da würde ich am liebsten gleich reinbeißen!

 

Da ist nichts Zufall daran: 

Dass wir den Apfel überhaupt haben, 

dass wir daran riechen und staunen können!

 

Ihr habt uns gerade so schön vorgespielt, 

was es mit den Äpfeln alles auf sich hat …, 

bis wir sie in der Hand halten können. 

Da können wir …

Danke für Sonne, Regen, Wind und Bienen (die haben nämlich die Blüte bestäubt)
Danke, dass Hagel, Frost und Ungeziefer (Würmer), die ihn nicht haben verderben lassen
Danke allen, die den Apfelbaum gepflanzt und behütet haben, veredelt, beschnitten, gedüngt, bewässert ... und die ihn schließlich gepflückt, verpackt, transportiert und verkauft haben!
Danke, dass wir riechen, ihn mit den Augen anschauen können.

Und wer sorgt für Regen, Sonne und Wind?
Wer hat die Bienen geschaffen und den Menschen, der den Baum pflegt?
Gott! - Deshalb sollten wir ihm am meisten Danke sagen. 
Danke Gott, der den Apfel hat wachsen und reifen lassen!

 

Dieser Apfel will uns an Gott erinnern!

Jedes Mal, wenn wir in so einen Apfel reinbeißen (demonstrieren!)

können wir sagen: „Danke, Gott!“

Es hat einmal ein großer Mann gesagt: „Ach was,

auch ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein ...“ - 

 

Aber wisst ihr, was dann passiert ist:
Es hat ein ganzes Jahr lang so viel Regen
und sogar Hagel gegeben, dass fast alles kaputt war 

und die Menschen hatten nur wenig zu essen. 

 

So ein Apfel erinnert mich an Gott!
Und dass ich ihm jeden Tag danke sage,
für alles, was er mir gibt
(z. B. vor dem Essen, aber auch für unser Leben, 

dass ich gesund sein darf,
dass er Jesus auf diese Erde gesandt hat 

und ich bei ihm noch viel mehr als schöne Äpfel 

bekommen kann …)

 

        * * *

 

Liebe Eltern, liebe Kinder, 

Erntedank, das hat mit uns zu tun! 

Ganz persönlich und ganz praktisch. 

 

In einer Zeit, 

in der es in Deutschland Ernten im Überfluss gibt, 

wo die Bäume voll hängen und vieles verfault, 

wo Wiesen und Felder als Bio-Masse gesehen werden, 

wo die Mülleimer (nicht nur) in der Schule 

mit ganzen Broten und viel drauf gefüllt sind
(einfach weggeschmissen …), 

da fragt kaum einer, was eigentlich wäre,

wenn dieser Reichtum einmal aufhört, 

die Nahrungsmittelkette zusammen brechen würde!?

Wenn wir z. B. zu Flüchtlingen würden!?

 

Die Früchte auf (und vor) dem Erntedankaltar hier in der Kirche, 

sie erinnern uns wieder einmal daran: 

    - Wir haben so viel geschenkt bekommen,
        was wir uns nicht selbst verdanken.

    - Wir haben 1000 Gründe, Gott dafür zu loben! Und

    - wir haben 1000 Möglichkeiten, anderen davon weiter zu geben, 

        mit Herzen, Mund und Händen. 

Die Frage ist nur, ob wir das auch wollen!

 

In der Bibel gibt es einen engen Zusammenhang zwischen 

Lob und Dank, 

zwischen der Grundhaltung von Dankbarkeit im Leben
und dem Lob an meinen Schöpfer und Erlöser:

„So lasst uns nun durch Gott allezeit das Lobopfer darbringen, 

das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.. 

Und vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen.

Denn solche Opfer gefallen Gott.“ (Hebr 13,15f)

 

Das ist der Predigttext für diesen Festtag!

 

Sind Sie schon so ein dankbarer Mensch?

Geben Sie gerne weiter an andere?

Bringt Sie die Fülle der guten Dinge, 

die Sie jeden Tag genießen können, schon dazu, 

Gottes Namen damit in Beziehung zu setzen, 

ihn zu loben und ihm zu danken?

 

Ich weiß: Sie alle müssen viel schaffen und rackern 

für die Genüsse des Lebens. 

Und gerade die Menschen hier im Schwobaländle sind

für ihren Fleiß weltbekannt - bestimmt nicht zu Unrecht!

Wir stehen dazu!

Bei uns sagt man mit Stolz: Von nix kommt nix. 

Nur - Sich regen bringt Segen.

 

Was soll dann Ernte-Dank??? - Könnte man fragen!

Wofür denn danken? - Das ist heute für viele Menschen, 

die stolz sind auf ihr Können und ihr Tun, 

eine knifflige Frage!

Und: Wem soll ich eigentlich danken? - Das beantwortet 

sich fast schon von selbst: „Na, mir vor allem 

und vielleicht noch meiner Familie ...“

 

Das Dumme nur ist - wir haben es in der Schriftlesung

„vom reichen Kornbauern“ … gehört, 

liebe Gemeinde, 

dass wir es nie selber allein sind, 

die für den Ertrag unseres Lebens als Ganzes stehen, 

auch nicht mein liebe Familie, sozial eingestellte Nachbarn

oder wer sonst …

 

Immer wenn ich glaube, es würde reichen, 

mir selber und vielleicht meinen „Liebsten“ um mich herum 

„Danke“ zu sagen, dann ist das noch nicht einmal 

die halbe Wahrheit!

Dann versage ich Gott den Dank und das Lob, 

der ihm zusteht!

 

Der Apostel Paulus hat das als Zeichen unseres sündigen 

Wesens, als Zeichen der Trennung von Gott beschrieben (Röm 1), 

wenn wir IHM nicht danken - letztlich für alles. 

Denn im Dank - für alles - drückt sich aus, 

was mir jemand bedeutet. 

 

Viele heute denken: Es geht auch ohne Gott. 

Ohne ihm zu danken … 

Aber auf des Lebens Länge werden Sie sehen, 

wie aus dieser Täuschung - Enttäuschung wird!

Wenn der lebendige Gott nicht doch noch die Chance bekommt, 

in diesem Leben aufzuleuchten!


Wer sein Leben ohne das Lob Gottes 

und den Dank an ihn lebt, 

der laboriert an einem Kartenhaus seines Lebens, 

das schon ein kleiner Wind umwerfen kann.

 

Wo Gott vergessen wird, 

macht auch Besitz und soziales Engagement nicht glücklich, 

da lebe ich vielleicht auf „Wolke sieben“, 

aber was ist, wenn sie abregnet!?

 

Umgekehrt können Menschen sagen, 

die Gott danken für alles in ihrem Leben, 

dass sie getrost und froh leben können 

(wenn materiell vielleicht auch nicht reich!?)

 

Aber sie wissen: Der Bauherr meines Leben ist Gott, 

ist Jesus Christus. Er hat mein Leben fest gegründet. 

Er gibt mir Freude, unendliche Freude. 

Ich muss zwar auch viel schaffen im Leben, 

aber das alles ist nicht für mich allein, 

sondern für allen Ertrag - will ich auch meinem Schöpfer

und Erlöser danken!

Er sorgt für mich!

 

„So lasst uns nun durch Gott allezeit das Lobopfer darbringen, 

das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.. 

Und vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen.

Denn solche Opfer gefallen Gott.“ (Hebr 13,15f)

 

Gott loben und danken, 

das ist es, was ihm gefällt. 

Nicht nur mit Äpfeln und Tomaten, 

sondern auch mit dem Bekenntnis zu ihm. 

Im Alltag, wo immer ich bin. 

Dazu gehört automatisch, 

dass ich auch an andere denke, ihnen den „Segen Gottes“

weiterreichen will (so wie wir heute die Erntegaben 

an die Gefährdetenhilfe in Enzklösterle senden)

 

Menschen, die Gott danken, 

die Jesus danken, sind Menschen im Segen. 

 

Kommen wir zu ihm

und leben wir mit ihm. 

Dann erleben wir es. 

Amen

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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