2014-04-20 Familiengottesdienst "Überraschungsei"

Familiengottesdienst mit "Überraschungsei" und Puppenspiel / Predigt Pfarrer Friedhelm Bühner

Erzählung Katharina und Maxentius: Das neue Leben

Katharina war eine Königstochter in Ägypten. Sie lebte vor 

langer Zeit in der Stadt Alexandria. 

Damals herrschte dort der Kaiser von Rom. 

Er hieß Maxentius und war der mächtigste Mensch der Welt.

Eines Tages besuchte er seine Stadt Alexandria. 

Er hatte erfahren, dass Katharina eine Christin war. 

Deswegen ließ er sie zu sich kommen. 

Sie sollte ihm von Jesus erzählen.

 

Katharina kannte viele Geschichten von Jesus. 

Der Kaiser hörte aufmerksam und gespannt zu. 

Ihm gefiel das, was Jesus unter den Menschen getan hatte. 

Alle seine Ratgeber wunderten sich über das  Verhalten des Kaisers. 

Er hatte nämlich in den vergangenen Jahren die Christen verfolgt - 

und sogar viele getötet.

 

Katharina erzählte vom Leben Jesu und von seinem Sterben. 

Schließlich erzählte sie auch davon, dass Jesus von den Toten 

auferstanden ist. „Von den Toten auferstanden?“, fragte der Kaiser 

verblüfft. Katharina nickte. 

Da lachte der Kaiser laut auf und rief: „Das will ich dir nur glauben, 

wenn du aus einem toten Stein neues Leben erwecken kannst.“

 

Katharina ging traurig davon. Aber dann kam ihr eine Idee. 

Sie kaufte von einem Bauern ein beinahe ausgebrütetes Entenei. 

Damit ging sie am nächsten Tag zum Kaiser. „Na, willst du es 

versuchen?“, spottete der. 

Sie nahm das Ei und hielt es ihm entgegen.

 

Die junge Ente riss von innen einen Spalt in die Schale. 

Der Kaiser sah geduldig zu, wie das kleine Tier sich aus dem Ei 

befreite. Sein Gesicht veränderte sich. 

Er spottete nicht mehr. 

„Scheinbar tot“, sagte Katharina. 

„Scheinbar tot und doch Leben.“ 

Noch lange erzählte man sich, 

wie nachdenklich der Kaiser durch dieses Beispiel geworden war.

 

So ist das Ei zum Osterei geworden ein Zeichen für das, 

was kein Mensch begreifen kann: 

Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. 

Er lebt! 

 

 

Puppenspiel

 

Manni: Hallo Lasse, cool dich zu treffen!

 

Lasse: Hey Manni! Na klar bin ich da, Ostern ist doch sooo aufregend.

 

Manni: Meinst du? Was ist denn sooooo aufregend?

 

Lasse: Na schon wochenlang schmückt Mama das Haus mit so 

    Osterdekozeugs, es werden Eier gefärbt, Geschenke gekauft, 

    Schokoladeneier und Hasen. Und die Oma überlegt, was es zum 

    Essen gibt, wenn wir alle kommen - und das ganze Aufregende halt.

 

Manni: Stimmt! Wir haben gestern auch Eier gefärbt. - Und? 

    Warst Du auch schon zum Osterfrühstück da, 

    ich hab dich gar nicht gesehen!? 

 

Lasse: Na klar doch, das war gut! Mit anderen schon vor dem Gottesdienst 

    frühstücken macht viel mehr Spaß als so normal zu Hause 

    frühstücken. Vor allem, wenn es 543 verschiedene Sorten Marmelade, 

    Honig und noch Nutella gibt! 

    Aber am meisten freue ich mich auf die Ostereier-Suche.

 

Manni: Au ja, Eier suchen! Macht ihr das auch? Du und deine Geschwister?

 

Lasse: Und ob! Ich versteck auch meine Geschenke für Mama und Papa. 

    Die müssen auch suchen. So einfach mach ich es ihnen nicht!

 

Manni: Gute Idee! Ich glaub, das mach ich auch.

 

Lasse: (lacht) Stell dir vor, letztes Jahr hat meine Mama die Nester so gut 

    versteckt, dass sie selbst nicht mehr wusste, wo die ganzen Eier sind. 

    Die letzten Eier haben wir dann beim Renovieren im November gefunden. 

 

Manni: (erstaunt) Waren die dann noch gut?

 

Lasse: Nee, du! Ich hab eins aufgemacht. Die haben vielleicht übel gerochen. 

    Wie Stinkefüße! Aber normalerweise schmecken die voll gut.     

    Die Hühner-Eier. Und dann gibt’s ja auch immer noch voll viele 

    Schokoladen-Eier. Die sind noch besser...

 

Manni: Sag mal Lasse, weißt Du denn, warum man an Ostern Eier versteckt? 

 

Lasse: Naja, ich nehm mal an, dass das so irgendwo in der Bibel steht. 

    Irgendwie hat da Jesus vielleicht gesagt: wenn’s euch in der Zeit, 

    wo ich weg bin, langweilig wird, könnt ihr ja immer so um Ostern 

    rum ein bisschen Eier verstecken? Oder so ähnlich.

 

Manni: Du hast vielleicht Ideen! 

    Im Kindergottesdienst haben die uns aber nichts davon erzählt.

 

Lasse: Ja, stimmt wohl. In meiner Kinderbibel hab ich von Eiern auch nichts     

    gelesen. Da steht nur, dass Jesus gekreuzigt worden ist. 

    Und dass er in so ein Steingrab gelegt worden ist. 

    Und dass er dann am Sonntagmorgen gar nicht mehr drin war. 

    Und dass er eben gar nicht mehr tot war. 

 

Manni: Duu, Lasse, warst Du schon mal auf nem Friedhof? 

    Hast Du schon mal ein Grab gesehen?

 

Lasse: Na klar, Manni! Aber - die Gräber bei uns hier auf’m Friedhof, 

    die sehen ganz anders aus als in meiner Kinderbibel.

 

Manni: Ich glaub zur Zeit, als Jesus gelebt hat, hat man die Toten in Höhlen 

    gelegt und dann die Höhle mit einem Stein verschlossen.

 

Lasse: Und was hat das jetzt mit Ostereiern zu tun?

 

Manni: Du stellst vielleicht Fragen! Woher soll ich das denn nun wissen?     Aber schau mal, da drüben steht der Pfarrer Bühner.     

    Sollen wir den mal fragen? 

 

Lasse: (nickt) Hey du, Pfarrer! Was haben denn Ostereier mit Ostern zu tun?

 

Pfarrer: Naja, eigentlich zunächst gar nichts. 

    Aber das Osterei kann uns trotzdem an etwas Wichtiges erinnern. 

    Ihr habt doch vorher die Geschichte von Katharina gehört. 

    So ein Ei sieht von außen ähnlich aus wie ein Stein. 

    Man sieht überhaupt nicht, dass da Leben drin steckt. 

    Obwohl es tot aussieht, kommt bei einem befruchteten Ei 

    neues Leben - Ein kleiner Vogel schlüpft heraus. 

    Deshalb ist ein Ei ein Zeichen für das Leben.

 

Lasse: Aha, und wenn ich dann heut Nachmittag so ein Osterei aufmache, 

    dann ist das, wie wenn Jesus aus dem Grab rauskommt.

 

Pfarrer: Na ja, so ähnlich. 

    Du kannst Dich auf jeden Fall an das Wunder des Lebens 

    erinnern.

 

Manni:    Wieso Wunder des Lebens? 

       Ich weiß, wie das mit dem Leben funktioniert. 

       Das ist wissenschaftlich doch ganz einfach.

 

Pfarrer: Also, ich finde, wenn ganz unsichtbar irgendwo Leben entsteht, 

    dann ist das ein Wunder. 

    So wie bei dem Ei, wenn da plötzlich ein Küken heraus schlüpft. 

    Kein Mensch hat je Leben machen können.

 

Lasse: Aber Du, das mit Jesus, das ist doch jetzt schon ziemlich lange her. 

    Warum feiern wir das denn jetzt noch?

 

Pfarrer: Na überleg mal: Jesus lebt, er lebt noch heute, 

    er ist nicht mehr in seinem Grab, 

    das heißt er ist stärker als der Tod. 

    Nach dem Tod ist nicht alles aus, wie viele Menschen denken. 

    Also an Ostern freuen wir uns, 

    dass grad hinter dem Tod sich das Leben versteckt. 

    Da, wo wir es gar nicht vermutet haben.

 

Lasse: Ahja, und da sind wir wieder bei dem Ei. 

    Also, das merk ich mir: 

    So ein Ei sieht aus wie ein Grab aus Stein. 

    Es erinnert an das Grab von Jesus. 

    Aber so, wie aus einem Ei neues Leben kommt, 

    so ist auch aus dem Grab neues Leben gekommen. 

    Jesus ist nicht im Grab geblieben. 

    Er ist auferstanden.

 

Pfarrer: Jetzt hast du es kapiert! 

    Das Osterei ist ein Symbol für das Leben. 

    Für das Leben mit Jesus. 

    Jeder, der an ihn glaubt bekommt dasselbe Leben. 

    Ewiges Leben. 

    Und das feiern wir an Ostern. 

    Ihr seht heute und in den nächsten Tagen bestimmt noch 

    einige Ostereier und im Laufe des Jahres bestimmt so manches 

    Überraschungsei. 

    Sie können euch an das Wichtigste von Ostern erinnern: 

    Jesus lebt!

 

Manni: Hey, danke! Aber nun muss ich los! 

    Tschau, Pfarrer, tschau, Lasse! 

    Viel Spaß nachher beim Eier suchen.

 

Lasse: Tschau, Manni. Man sieht sich!

 

 

Kurze Predigt zum Wochenspruch Offbg 1,18f

    Liebe Gemeinde, liebe Kinder, 

    Ostern ist für mich der Grund, warum ich Pfarrer geworden bin. 

    Eier verkaufen wollte ich nicht, 

    aber Menschen einladen zu einem Gott, 

    der lebendig macht, was tot ist, 

    das ist doch unglaublich wichtig!

 

    Ich muss so oft auf dem Friedhof stehen, 

    und manchmal davor miterleben, wie Menschen sterben. 

    Wie sie sich fragen: Und jetzt? Wie soll es weitergehen?

    War das alles?

 

    „Arbeit war sein Leben“, vor diesem Satz in 

    Todesanzeigen erschrecke ich immer!

    Denn das kann doch nicht wahr sein:

    Dass unser Leben nur Arbeit als Sinn und Ziel hat!

    Dann wären wir ja wie Hamster im Laufrad …

    „Immer laufen, laufen, … bis zum Umfallen“

 

    Und dann?

    

    Viele sagen heute: Ja, dann, dann ist alles aus!

    Aber im Stillen sind sie doch nicht ganz sicher.

    Zu Recht! 

    Denn jeder Mensch wird nach seinem Tod auferstehen - 

    und vor seinem Richter stehen. 

    Das wussten schon die alten Ägypter

    und die Mayas und Inkas, 

    auch unsere Vorfahren: die Germanen. 

    Deshalb fürchteten sie sich ein Leben lang!

 

    Auch heute denke ich manchmal: 

    Warum fürchten sich so viele Menschen?

    Vor der Zukunft … vor dem Verfall des Euro …

    dass sie etwas verpassen könnten … dass sie krank werden …

    und irgendwann sterben müssen!?

 

    Liegt es vielleicht daran, 

    weil sie das Leben noch nicht kennen!?

    Das ewige Leben, das es seit Ostern gibt, 

    seitdem Jesus auferstanden ist!?

    

    Wenn es wirklich stimmt, 

    dass Jesus vom Tod auferstanden ist, 

    dann werden wir auch einmal vor IHM stehen. 

    ER wird unser Richter sein. 

 

    Für alle, die Jesus schon heute kennen

    und IHM gehören, die werden vor diesem Richter

    keine Angst haben!

    

    Im Bibelwort für die Osterwoche ruft uns der auferstandene

    Jesus zu: „ICH bin der Lebendige! Ich war tot,
    doch nun lebe ich in alle Ewigkeit.
    Ich habe Macht über den Tod und die Totenwelt.“

 

    Es gibt keine stärkere Macht als den auferstanden Jesus!

    Wer IHN hat, der hat das Leben 

    (und kommt nicht ins Gericht.)

 

    Warum also noch fürchten?

    Jesus treibt alle Furcht aus. 

    Auch die Furcht vor dem Tod. 

    Amen

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Donnerstag, 21.06.2018
14:30 Uhr in Schwann:
Asylarbeit in Straubenhardt (Gustav Bott, Netzwerk Asyl)
18:30 Uhr:
Biblellesen und Austausch für Jugendliche im GH Schwann
19:00 Uhr:
Jugendkreis 16+ im GH Schwann
Freitag, 22.06.2018
17:00 Uhr:
Bubenjungschar 6-12 Jahre im GH Schwann
18:15 Uhr:
Mädchenjungschar 8-13 Jahre im GH Schwann (Gewusst wie)
Sonntag, 24.06.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer M.Gerlach)
10:00 Uhr in Schwann:
Kindergottesdienst