2010-12-24 Familiengottesdienst

Bilder vom Familiengottesdienst und Predigt über die Geburt Jesu nach einem Weihnachtsstück / Pfarrer Friedhelm Bühner

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Ansprache (zum Anspiel „Kein Platz für Fremde“)

 

Liebe weihnachtliche Gemeinde, 

liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

 

wir haben heute einen Wirt von Bethlehem erlebt, 

der uns ins Nachdenken bringt: 

War er denn wirklich ein Unmensch, weil er Maria und Josef

weggeschickt hat?

An Leuten, die von Hartz IV leben, kann man doch nichts verdienen!

Sie haben bei ihm einfach nicht „reingepasst“!

 

Und so ganz falsch war‘s ja auch nicht: Jeder muss sehen, 

wo er bleibt und für den Wirt hieß das einfach: 

Nicht kleckern, sondern klotzen, 

carpe diem - mach‘ was aus deinem Leben!

 

Aber ein Zug kommt nicht deshalb ans Ziel, weil er schnell fährt, 

sondern er kommt ans Ziel, wenn die Weichen für den Weg zum 

Ziel richtig gestellt sind!

 

Das gilt auch für unser Leben und den Sohn Gottes, Jesus Christus, 

der so scheinbar unwichtig und nebensächlich in unsere Welt kommt, 

dass er gerade mal für ein bisschen Rührung am Heilig Abend taugt. 

Alles Jahre wieder vielleicht, denken wir. 

Aber das ist falsch: Er ist ein Mal zu uns in diese Welt gekommen 

und jetzt sind wir am Zuge ... haben keine Entschuldigung!

 

Wissen Sie eigentlich, warum wir uns an Weihnachten beschenken?

Es soll uns daran erinnern, dass Gott uns an Weihnachten beschenkt hat, 

nämlich mit seinem Sohn Jesus. 

 

Und das ist eigentlich unvorstellbar: Der allmächtige Gott lässt seinen

Sohn als menschliches Baby auf die Welt kommen, 

es wird in Windeln gewickelt und kommt in einem Stall zur Welt!

 

Das ist wie in der Anzeige einer Zeitung:

„Biete Luxusvilla mit allem Komfort in schönster Lage und suche - im Tausch - 

eine Bretterbude in Israel, möglichst in Slumgegend!“

Wer das liest, sagt sich: „Wenn es kein Witz ist, dann ist es Wahnsinn.

Der Mann, der diesen Wohnungstausch anbietet, tickt wohl nicht richtig. 

Das macht doch kein normaler Mensch freiwillig, 

aus einer Traumvilla mit Swimmingpool und Schaukelstuhl auszuziehen, 

um in eine Bretterbude, ohne Wasser und Strom, einzuziehen. 

So was gibt‘s doch nicht!“

 

Aber doch, liebe Gemeinde, sowas gibt es!

Im Nachrichtenmagazin Gottes, der Bibel, kann man es nachlesen, 

in der Weihnachtsgeschichte, die Tobias und Lisa-Maria vorgelesen haben.

Es war ein wirklicher Umzug: Gott ist umgezogen 

- aus dem Jenseits ins Diesseits, 

- aus dem Himmel auf die Erde, 

- aus dem Reichtum in die Armut. 

 

Und was war sein Motiv? - Liebe.

Liebe, zu dir und mir!

 

Gott wurde Mensch. 

Und das heißt weiter: Der Mensch Jesus war Gott!

Wahrer Gott und wahrer Mensch!

 

Wenige Wochen, bevor Gott als Kind in Bethlehem zur Welt gekommen 

ist, da hat er noch einmal klar definiert, warum es Weihnachten wird, 

was der Sinn der ganzen Aktion ist: In Matthäus 1, 21 heißt es: 

„ER, Jesus, wird sein Volk retten von ihren Sünden!“ 

 

Also: Weihnachten ist die Rettungsaktion Gottes - aus Liebe zu dir und mir!

 

Warum muss ich denn gerettet werden?

 

Weil jeder Mensch, ohne Ausnahme, vor Gott schuldig ist - durch unsere

Gedanken, Worte und Taten. Sonst hätte Gott Jesus nicht in die

Welt schicken müssen. Dass Gottes Sohn überhaupt Mensch 

werden musste, schon das zeigt, dass wir uns selbst vor Gott

nicht helfen können. 

 

Und was muss ich tun?

Der Liebe Gottes in Jesus, der ja kein kein kleines Baby 

geblieben ist, sondern sich für dich und mich ans Kreuz hat schlagen

lassen, zu glauben, sie anzunehmen, dafür einfach danken!

 

Ich kennen einen jungen Mann Anfang 30, der leidet unmäßig darunter, 

dass die junge Frau, der er auf die verschiedenste Weise seine Liebe

zeigt und die er unbedingt gewinnen will, 

dass diese Frau seine Liebe einfach nicht erwidern will!

Er kann anstellen, was er will, aber sie will nicht!

Alle seine Bemühungen sind umstonst!

 

Das ist die entscheidende Frage von Weihnachten - an jeden von uns: 

Haben wir diese Liebe Gottes angenommen?

Haben wir Gott schon unser „Ja-Wort“ gegeben?

Wir kennen das von der Eheschließung: Beide Partner müssen dieses

„Ja“ zu ihrem Partner sagen!

Wenn nur einer „Ja“ sagt, das bringt nichts!

 

So sagt Gott durch Jesus „Ja“ zu dir - und zwar so, wie du bist!

 

In unserem Weihnachtsstück ist er zum Wirt von Bethlehem 

gekommen, durch Maria und Josef, 

aber der Wirt hat Gottes Zeitansage nicht angenommen, 

hat anderen den Vorrang gegeben ... Wie schade ... 

 

Wenn wir heute die Weihnachtsgeschichte sehen und hören, 

dann ist das für jeden von uns, wie wenn Gott dich ganz persönlich 

fragt: Darf ich bei dir einziehen und wohnen?

 

Und was kannst du von dir aus tun?

Ganz einfach: Es anders machen als dieser Wirt und viele, 

viele Menschen bis heute:  

„Ja“ sagen, „Ja, Jesus, ziehe bei mir ein und wohne bei mir!“

„Ich will aufhören, dir Gründe zu nennen, warum es jetzt gerade 

nicht passt, warum ich nicht will, ... denn nichts anderes kann 

wichtiger sein für mich als du!“

„Ich will, dass du bei mir einziehst 

und ich danke dir dafür, 

ich nehme Deine Liebe an!

Vergib mir meine Schuld, 

damit ich in diese innere Gemeinschaft mit dir, 

dem lebendigen Gott, kommen kann!“

 

Für dieses „Ja“ ist es nie zu spät (so lange ich lebe). 

Die Tür zum Stall - die Tür zu Jesus - „ist immer offen“, sagt der Hirte. 

Auch für Dich!




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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