2010-05-09 Familiengottesdienst

Familiengottesdienst mit Kindergarten "Kunterbunt" mit Predigt zum Anspiel "Hauptmann von Kapernaum" (Matthäus 8,5-13) / Pfarrer Friedhelm Bühner

Der Hauptmann von Kapernaum und Jesus 

Erzähler: In der Stadt Kapernaum lebte ein Hauptmann, ein Offizier 

der römischen Garnison. Er machte sich große Sorgen um seinen 

Diener, der krank im Bett lag.

Hauptmann: Wir haben schon so viel versucht, meinem Diener 

zu helfen, damit er gesund wird. 

Trotzdem geht es ihm wimmer schlechter. Aber ich habe gehört, 

dass Jesus auf dem Weg nach kapernaum ist. 

Ich will zu ihm gehen und ihn bitten, meinen Diener gesund zu 

machen. Ich weiß, dass Jesus allen Menschen helfen kann.

Erzähler: Gesagt, getan: Der Hauptmann geht los, um am Stadttor 

zu sein, sobald Jesus kommt. Er will gleich mit ihm sprechen. 

Als er Jesus sieht, läuft er auf ihn zu und redet nicht lange um 

den heißen Brei, sondern sagt ihm gleich, was ihm auf dem 

Herzen liegt.

Hauptmann: Hallo Jesus, ich habe gehört, dass du kranke 

Menschen heilen kannst. Bitte hilf mir. Mein Diener ist schwer krank, 

und wenn du ihm nicht hilfst, dann wird er sterben. 

Er liegt gelähmt im Bett und leidet entsetzlich.

Jesus: Ich will gern mit dir kommen und deinen Diener gesund machen.

Erzähler: Der Hauptmann ist glücklich, dass ihm Jesus helfen wird. 

Aber dann stutzt er und denkt: Wie kann der Sohn Gottes in sein 

Heim kommen? Wenn Jesus zu ihm kommen würde, in sein Haus, 

das wäre ein Vorrecht, das er sich niemals verdienen könnte. 

Und so sagt er zu Jesus:

Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, das ich dich in meinem 

Haus empfangen darf. Aber Jesus, ich vertraue dir. 

Ich weiß, wenn du nur ein einziges Wort sagst, wird mein Diener 

gesund. Weißt du, auch ich habe Vorgesetzte und ich selbst erteile 

Befehle an Untergebene. Wenn ich zu dem einen sage: Geh!, dann 

geht er. Wenn ich einem anderen befehle: Komm!, dann kommt er. 

Und wenn ich zu meinem Diener sage: Tu das!, dann führt er 

meinen Auftrag aus.

Erzähler: Als Jesus das hört, rührt ihn das sehr an und zu den 

Leuten um sich herum sagt er:

Jesus: Das ist sicher: Solch einen Glauben habe ich in Israel 

bisher nicht gefunden.

(zum Offizier gewandt): Hauptmann, geh zurück in dein Heim. 

Was du geglaubt hast, ist Wirklichkeit geworden. 

Dein Diener ist gesund.

Erzähler: Und als der Hauptmann nach Hause zurückkommt, 

wird er von lauten Freudenrufen empfangen. 

Was Jesus gesagt hatte, war wirklich wahr. 

Zur selben Zeit, als Jesus es zu ihm gesagt hatte, war sein Diener 

gesund geworden.

Predigt  (mit Mutprobe grün gefärbter Kuchen integriert)

"Hallo Jesus, ich habe gehört, dass du kranke Menschen 

heilen kannst - bitte - mach meinen Mitarbeiter wieder gesund!"

"Ich komme mit", sagt Jesus zu einem römischen Hauptmann. 

Als beide ein Stück gelaufen sind, 

denkt der Hauptmann: "Das kann ich nicht von Jesus verlangen"

und so sagt er zu Jesus: "Ich bin es nicht wert, dass du zu mir 

nach Hause kommst!"

Ich kann mir vorstellen, dass Jesus etwas verwundert war: 

Zuerst will der Hauptmann unbedingt, dass Jesus in sein 

Haus kommt und jetzt auf einmal hat er Bedenken. 

Für Jesus war es wohl kein Problem, 

denn er hat die Not des Hauptmanns gesehen. 

Aber der Hauptmann hat eine Idee: 

"Jesus, ich vertraue Dir!"

[Vertrauenstest mit präpariertem Kuchen ...]

Vielleicht gibt es hier ein paar Leute, 

die Lust auf ein gutes Stück Kuchen haben. 

Sieht doch lecker aus, nicht wahr?

[Freiwillige melden lassen; anschneiden, ... uuuups!]

Leider ist mir beim Anrühren der Masse etwas von 

meinem Chemiebaukasten reingefallen. 

Möchte jemand trotzdem probieren? ( ... ) 

Vertraut mir denn niemand?

Sieht schon etwas merkwürdig aus!

[ ...]

Seht ihr: Man kann den Kuchen wirklich essen, 

ich will doch niemand vergiften!

"Ich vertraue Dir!"

Dieser Satz ist manchmal nicht so leicht zu sagen. 

Vor allem, wenn man die Person, um die es geht, nicht kennt.

Oder wenn man nicht weiß, was im Kuchen ist. 

Bei dem Hauptmann ist das anders. 

Er hat gewusst, dass Jesus wirklich heilen kann. 

"Ich traue dir zu", sagt der Hauptmann, "dass du meinen besten

Mitarbeiter sogar aus der Ferne heilen kannst."

Alle Leute, die diesen Satz hören, sind erstaunt. 

Manchem fällt vielleicht sogar das Gebiss aus dem Mund. 

Doch der Hauptmann vertraut auf Jesus!

Und umgekehrt ist Jesus vom Vertrauen des Haupmanns 

begeistert: "Solch ein Vertrauen", sagt er, "habe ich in ganz Israel

noch nicht erlebt!"

Das muss eine Ohrfeige gewesen sein für alle Israeliten, die 

um Jesus herum gestanden sind. 

Aber, wenn es Jesus sagt, kann man ihm auch hier vertrauen!

Jesus geht noch einen Schritt weiter. 

Er erklärt den Juden, dass es Menschen in anderen Ländern gibt, 

die Gott mehr vertrauen, als viele Leute in Israel. 

Diese Aussage darf uns Mut machen. 

Unser Vertrauen auf Jesus hängt nicht davon ab, aus welchem 

Land ich komme. 

Es hat auch nichts damit zu tun, wie viel Geld wir besitzen

oder wieviele Gänge mein Fahrrad hat. 

Auch meine Backkünste interessieren Jesus wenig ...

Jesus will einfach, dass wir ihm vertrauen, 

immer mehr!

Vertrauen entsteht dort, wo ich mich auf jemand einlasse, 

z. B. wenn ich im Kindergottesdienst und in der Jungschar ganz 

wichtige Dinge aus der Bibel erfahre oder selber in der Bibel lesen 

und entdecke, was mir Jesus alles verspricht, z. B.:

- Gott hört unsere Bitten 

- Er sagt: Ich bin bei dir jeden Tag

- Und: Jesus vergibt meine Schuld. 

Es lohnt sich echt, Jesus ganz zu vertrauen. 

Du / Ihr ... habt vorhin eurem Vater vertraut, 

dass er euch sicher auffangen wird, oder?

Deswegen seid ihr in seine Arme gesprungen. 

Ich möchte euch Mut machen, diesem Jesus zu vertrauen, 

weil er das Beste aus unserem Leben macht. 

Dass der Hauptmann auf Jesus vertraut hat, 

war die Rettung für seinen Mitarbeiter. 

"Geh wieder nach Hause. Was du geglaubt hast, das ist 

Wirklichkeit geworden!" - So entlässt Jesus den Hauptmann. 

Und in der Bibel steht: Er ist in diesem Augenblick gesund geworden!

Amen

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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