2010-04-18 Familiengottesdienst KiBiWo

Anspiel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KiBiWo-Teams zum 3. Gebot / Predigt zu Markus 12,29-34 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Anspiel mit Abstimmungsergebnis zum "wichtigsten Gebot"

Predigt


Liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

was ist das „wichtigste Gebot“? [Bezug zum Abstimmungsergebnis ...]

Ist es das 4. Gebot: Du sollst deine Eltern ehren oder

das 8. Gebot: Du sollst nicht lügen oder

das 3. Gebot: Du sollst den Feiertag als Tag mit Gott begehen 

oder ein anderes?

Wir Menschen denken vielleicht so: Was ist wohl am wichtigsten?

Aber Gott muss uns hier völlig enttäuschen. 

Gott hat uns die Gebote ja gegeben. 

Alle Gebote sind bei ihm gleich wichtig und gut,

sonst hätte er sie uns nicht gegeben.

Aber: Gott hat auch eines gewusst, 

dass wir es gar nicht schaffen, sie ganz zu halten. 

Und wenn wir uns noch so anstrengen. 

Das haben auch manche Menschen gespürt, die Jesus getroffen hat. 

So hat ihn einmal ein aufrichtiger und ehrlicher Mensch gefragt: 

Jesus, sage mir doch bitte: Was ist eigentlich das wichtigste

Gebot, es gibt ja so viele!? 

In unserer Bibel wird von diesem Gespräch mit Jesus berichtet, im Markus-

evangelium Kapitel 12 (,29-34). 

Und da steht auch, wie Jesus geantwortet hat. Nämlich:

„Das höchste Gebot ist das: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, 

ist der Herr allein und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem 

Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften. 

Das andere ist dies: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. 

Es ist kein anderes Gebot größer als das. 

Da sprach der Schriftgelehrte zu ihm: Meister, du hast wirklich gut geredet ...

Als Jesus aber sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du 

bist nicht fern vom Reich Gottes. Und von jetzt an wagte niemand mehr, 

Jesus etwas zu fragen.“

Wer hat es sich merken können, was das höchste Gebot ist? ( ... )

„Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen  ...

und mit all deinen Kräften ...“

Darauf kommt es an.

Mensch, davon stand ja gar nichts in den Geboten, 

die wir bisher gehört haben!

Da stand immer nur: Das ist wichtig und das ist wichtig. 

und lass dies und jenes bleiben, weil es nicht gut ist. 

Das ist bestimmt alles nicht schlecht.

Aber wie soll ich denn das alles halten, das schafft doch kein Mensch, 

hat sich da der Schriftgelehrte gedacht und wisst ihr was: 

Er hat Recht!

Es geht mir genau gleich!

Ich kann alle 10 Gebote oder Weisungen auswendig lernen, 

ich kann sie mir aufschreiben und übers Bett hängen

oder auf einen Spickzettel schreiben, 

aber kann ich sie auch alle halten? 

Also, ich - kann es nicht! 

Auch wenn ich noch nie so richtig dick gelogen habe, 

ich habe auch schon oft die Halbwahrheit gesagt. 

Vielleicht weil ich etwas falsch gemacht habe und mich dann 

nicht blamieren wollte. 

Und ich habe auch noch nie eine Bank ausgeraubt, also so 

richtig viel Geld gestohlen, aber Gott sieht auch die vielen Kugel-

schreiber und kleinen Dinge, die ich - obwohl ich es eigentlich gar

nicht wollte - doch irgendwo gedankenlos mitgenommen habe 

und manchmal gar nicht mehr weiß, wem ich sie zurück bringen könnte. 

Ich kann die Gebote einfach nicht ganz halten. 

Wenn wir also fragen: Was ist das wichtigste Gebot?, 

dann ist das eine ziemlich raffinierte Frage, mit der wir von etwas

ablenken wollen: Nämlich, dass wir zugeben, dass wir das

selber gar nicht schaffen. 

Nur bei Jesus allein war das anders. 

Dem Schriftgelehrten hat Jesus zum Schluss gesagt: 

Du bist schon ganz nah dran am Reich Gottes. 

Aber was fehlt ihm dann eigentlich noch?

Dass er aufhört die Gebote nach ihrer Wichtigkeit zu ordnen, 

und Jesus, den Sohn Gottes, erkennt und annimmt. 

Das bedeutet, ihm sein ganzes Leben, sein Denken und Planen 

zu übergeben, IHN die Nr. 1 in seinem Leben sein zu lassen. 

Denn wer Jesus sein Leben gibt, 

der hat das wichtigste erkannt und erfüllt. 

Nämlich, dass Gott seinen Sohn, Jesus, zu uns auf die Erde gesandt hat, 

um uns frei zu machen für ein Leben, das Gott wirklich die Ehre gibt. 

Aber nicht verkrampft und aus Zwang, 

sondern aus Liebe zu Gott, 

aus Dankbarkeit für die Vergebung, die mir Jesus schenkt, 

wenn ich ihn bitte: Sei Du jetzt die Nr. 1 in meinem Leben. 

Ich will Dir ganz gehören. 

Heute, morgen und übermorgen. 

Zuhause, in der Schule, in meiner Freizeit, in der Kirche. 

Und dann passiert etwas Unglaubliches: 

Gott schenkt mir ein neues Herz, 

ein frohes, dankbares Herz, 

das Gott jeden Tag einfach nur „Danke!“, „Danke für Jesus!“ sagen will. 

Und das geht so, dass ich die 10 Gebote jetzt gerne halten will, 

nicht für mich, sondern aus Liebe zu Gott, der mir Jesus geschenkt hat. 

Du denkst: Das glaub‘ ich nicht!

Dann probier‘ es aus! 

Sag‘ zu Jesus: Ich will jetzt Dir gehören!

Gib mir Deine Liebe!

Und Du wirst sehen: Die 10 Gebote machen plötzlich Freude: 

- Ich freue mich, dass ich nicht leben muss wie Ahab und Isebel, 

die meinen, sie werden glücklich, wenn sie immer mehr haben (10. G.)

- Ich freue mich, dass ich nicht mehr lügen muss und auch in 

kleinen Dingen ehrlich sein kann (8. Gebot)

- Ich freue mich über meine Eltern, weil Gott sie mir gegeben hat (4. Gebot)

- Ich freue mich auf den Feiertag, weil ich da im Gottesdienst und 

Kindergottesdienst von Gott gesegnet werde und deshalb gehe 

ich da hin (3. Gebot) - und zuletzt das 1. Gebot: 

- Ich freue mich, dass Gott jetzt die Nr. 1 in meinem Leben ist. 

Das wichtigste Gebot heißt also: Sein Leben Jesus übergeben 

und dann wird mir auch mein Nächster wichtig. 

Denn ich wünsche ihm dasselbe Glück. 

Amen

Lied EG-EL 905,1-3 Das Höchste meines Lebens ist dich lieben, HERR

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Mittwoch, 20.06.2018
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Donnerstag, 21.06.2018
14:30 Uhr in Schwann:
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18:30 Uhr:
Biblellesen und Austausch für Jugendliche im GH Schwann
19:00 Uhr:
Jugendkreis 16+ im GH Schwann
Freitag, 22.06.2018
17:00 Uhr:
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18:15 Uhr:
Mädchenjungschar 8-13 Jahre im GH Schwann (Gewusst wie)
Sonntag, 24.06.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer M.Gerlach)