2009-12-24 Familiengottesdienst

Predigt zur Heiligen Nacht und dem Anspiel "Herbergssuche" / Pfarrer Friedhelm Bühner

Liebe weihnachtliche Gemeinde, 

liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

„Alle Jahre wieder ...“

... wird es Weihnachten, eine schöne Zeit, 

aber auch eine Zeit hoher Anspannung und Vorfreude auf den 

Heiligen Abend, der schon deshalb großartig im Kalender liegt, 

weil die meisten anschließend auch einige Tage frei haben. 

... Weihnachtszeit, Zeit für die Familie, Zeit miteinander um den 

Tannenbaum zu verbringen, besinnliche Stunden ...

Weihnachten, eine schöne Zeit, 

Weihnachten, eine geschäftige Zeit!

„Herbergssuche“

war unser Weihnachtsstück heute überschrieben. 

Darin haben wir von ganz verschiedenen Menschen gehört:

- ein Chordirigent, der jetzt nicht gestört werden will, 

- eine Frau, die einfach mal in Ruhe ihre Plätchen backen will, 

- ein Verkäufer, der mit dem Weihnachtsmann zusammen

Bilder machen lässt und natürlich was verdienen will,

- ein Firmenchef, ein Pfarrer, ein Familienvater, alles

Menschen wie Sie und ich. 

Sogar gut kirchliche Leute sind dabei. 

Sie kennen etliche Weihnachtslieder auswändig und singen 

sie sogar bei ihrem Endspurt auf den Heiligen Abend. 

Aber seltsam: Nicht einmal sie erkennen „Maria und Josef“, 

die in diesem Weihnachtsstück für den Sohn Gottes stehen, 

den Gott uns schenken will. 

Nicht einmal sie merken, wer da zu ihnen kommen will.

Die Routine hat sie fest im Griff, die Tradition, die innere

Verpflichtung, auch in diesem Jahr wieder ein „schönes und 

besinnliches Weihnachtsfest“ auf die Beine zu stellen. 

So dass anschließend alle zufrieden sind. 

Liebe Gemeinde am Weihnachsabend,

„Alle Jahre wieder ...“

Wir können offenbar Weihnachten feiern auch ohne diesen Sohn 

Gottes - „alle Jahre wieder“ gewissermaßen, 

einfach so und es war vielleicht sogar richtig erhebend und schön, 

aber es war nicht wirklich Weihnachten!

Wenn wir ohne den Sohn Gottes als unseren Retter und Herrn

feiern, dann ist das so, als ob wir ohne den Gastgeber feiern. 

Dann fehlt die Hauptperson, 

dann nehmen die Worte und Dekorationen zu, 

dann treiben wir den Aufwand bis ins Unermessliche und 

schaffen es doch nicht, diesem Fest wirkliche Freude, 

eine anhaltende Freude zu entlocken.

Liebe Erwachsene, unterschätzen wir unsere Kinder nicht!

Sie blicken mehr als wir denken und haben ein feines Gespühr

dafür, ob wir an Weihnachten wirklich Jesus, den Sohn Gottes, 

im Blick haben und uns vor allem über Ihn freuen oder

über alles Mögliche sonst. 

Und sie spüren, ob Jesus, der Sohn Gottes, auch nach diesem 

Gottesdienst bei uns zuhause noch zu Wort kommt, z. B. indem 

wir die Bedeutung seiner Geburt ansprechen beim 

Geschenke auspacken - oder ob die Geschenke Selbstläufer sind, 

die nur auf uns verweisen. 

Maria und Josef stehen in diesem Weihnachtsstück für die 

eigentliche Weihnachtsbotschaft, die alle Menschen hören sollen. 

Für Jesus, der bei jedem von uns einkehren will 

und uns zurück bringen will in die Nähe Gottes. 

Aber die Leute waren viel zu beschäftigt mit ihren Dingen. 

Ist das heute womöglich genau so?

Die Frage der Maria an die Gottesdienstbesucher in der Kirche:

„Vielleicht erinnern sich die Menschen hier daran, dass Gott in 

unserem Sohn zu ihnen kommen will?

Vielleicht übersehen sie ihn hier nicht und schließen ihn hier

nicht aus?

Vielleicht ist hier Weihnachten?“

das ist eine ganz persönliche Frage, 

die jeder von uns beantworten muss.

„Warum feiern Sie, warum feierst Du Weihnachten?“

Sie sollten damit rechnen, dass dieses Weihnachtsfest 2009 Sie 

verändern könnte, sie anrühren und damit einen „Mehrwert“ bekommen 

gegenüber dem traditionellen besinnlichen Familienabend mit Tannen-

baum und Festtagsduft. 

Warum mit mehr rechnen?

Weil es stimmt und wir deshalb die Heilige Nacht feiern, 

weil hier Gott seinen Sohn zu meiner und Deiner Rettung in die 

Welt gesandt hat und wir ihm antworten dürfen und sollen mit unserem 

ganzen Leben!

Ich darf ihm antworten: 

„Danke, himmlischer Vater, dass Du offenbar  auch mich so sehr

geliebt hast, dass du deinen eigenen Sohn in diese Welt gesandt hast, 

damit ich an IHN glauben darf und dann nicht mehr verloren gehe ...“ 

(nach Joh 3,16)

Was für ein Geheimnis und was für eine Liebe Gottes spricht

aus diesem Sohn Gottes, den Maria zu uns bringen will, 

doch auch zu mir!?

Und je mehr ich darüber nachdenke, 

komme ich aus dem Stauenen über diese unerhört „frohe Botschaft“ 

nicht mehr heraus!

„Christus ist geboren ...

Gott wird Mensch, dir Mensch zugute ...

unser Lamm, das für uns stirbet und bei Gott für den Tod 

Gnad und Fried erwirbet“ (EG 36)

Wie es in einem Weihnachtslied heißt. 

Christus ist die Hauptsache, das eigentliche Geschenk, 

unsere Geschenke können nur einen kleinen Abglanz davon 

darstellen und das dürfen sie auch!

„Krippe ohne Kreuz  ist Kitsch“ hat einmal jemand an die Wand

gepinselt und damit völlig Recht. 

„Weihnachten ohne Kreuz“ ist wie Feiern ohne Gastgeber und 

macht wirklich keine Freude, höchstens ein bischen Spaß.

Aber Spaß vergeht, die Freude dagegen, die Jesus in mein Leben 

bringen will, die bleibt. 

Deshalb: Drehen wir uns an diesem Heiligen Abend nicht um 

uns selbst, sondern drehen wir uns um zu Jesus.

Geben wir IHM und seiner Frohen Botschaft Raum. 

Dann zieht in einer geschäftigen und friedlosen Welt Gottes 

Freude ein. Amen

Hier gibt's Bilder vom Familiengottesdienst




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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