2009-09-20 Familiengottesdienst

Predigt über Matthäus 6,25-34 in Auszügen unter Anlehnung an ein Anspiel / Pfarrer Friedhelm Bühner

Anspiel „Der Fleck“ aus "Starke Stücke!", Hg Norbert Schnabel, R. Brockhaus, S. 42ff
(ISBN 3-417-24943-0)

Ansprache 

Liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

vielen Dank N.N. und N.N. für diese tolle Inszenierung

so ganz aus dem Leben, wenn auch Gerd sicher etwas überzogen 

hat in seiner Sorge, er könnte Krebs haben und morgen schon 

sterben. 

Aber tatsächlich kenne ich so manche Menschen, die tagaus tagein 

von ihren Sorgen umgetrieben werden und ganz oft geht es dabei 

um Krankheit - und was man alles tun muss, um ja nicht krank 

zu werden und wenn sie sich dann doch nicht vermeiden lässt,

um ja schnell wieder gesund zu werden. 

Man kann eigentlich nur schätzen, wieviel Geld im Gesundheits- 

wesen eingespart werden könnte, wenn die Menschen gelassener

mit ihrem Körper und den Zeichen des älter Werdens umgehen würden. 

Natürlich soll niemand fahrlässig mit seiner Gesundheit 

umgehen, sie leichtsinnig gefährden. Das will auch Gott nicht, 

sondern wir sollen unseren Körper und das ganze Leben als eine 

gute Gabe von ihm betrachten. 

Aber die Gesundheit ist nicht das Wichtigste im Leben, sagt Gott, 

genau so wenig wie die Schule und die Arbeit oder Rente, auch nicht

unsere Kinder oder Ehe. 

Wer das nicht entdeckt, ist ein „Gefangener“. 

Ein „Gefangener“ seiner selbst. 

Und die Sorgen werden kommen und aufs Gemüt drücken. 

Manche werden sie regelrecht krank machen. 

So wie Gerd im Theaterstück. 

Wie geht es Ihnen mit den Sorgen? Und Euch Kindern?

Habt Ihr auch schon Sorgen? [...]

Was macht Dir zum Beispiel Angst? [...]

Das Wort Gottes für diesen Sonntag handelt genau von diesem 

Problem, nämlich von unserem Sorgen. Ich lese uns daraus einige

Verse aus Matthäus 6 vor [Hfa]:

25 Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren 

Lebensunterhalt, um Essen, Trinken und Kleidung. Leben bedeutet 

mehr als Essen und Trinken, und der Mensch ist wichtiger als seine 

Kleidung. 

26 Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und 

sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. 

Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? 

27 Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben 

um keinen Augenblick verlängern ...  (V32) Euer Vater im Himmel weiß 

doch genau, dass ihr dies alles braucht [Essen, Trinken, Kleidung, 

Leben ...] 33 Sorgt euch vor allem um Gottes neue Welt, und lebt nach 

Gottes Willen! Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“

Ist das nicht ein gewaltiges Wort?!

Gott wird Euch mit allem anderen versorgen, wenn Ihr IHN vor allem 

anderen den Wichtigsten sein lasst. 

Wichtiger als die Gesundheit, wichtiger als die Arbeit, der Verein, 

die Kinder, ja sogar die Ehe. 

Dann wird Gott Euch mit allem anderen versorgen!

Zunächst einmal muss ich sagen: 

Sorgen kann man nicht einfach wegblasen. 

Sie sind manchmal einfach da.

An manchen Tagen mehr, an manchen weniger. 

Und Jesus will auch nicht sagen: Ach, lass doch einfach alles laufen, 

lebe fröhlich in den Tag hinein, es wird sich schon alles von selbst 

regeln! 

Sondern er sieht, wie wir Menschen uns gerne so sorgen, 

als gäbe es den himmlischen Vater nicht, 

als hätten wir unser ganzes Leben selbst in der Hand. 

Und er nennt dieses Sorgen gottlos 

und sagt: Pass auf, solches Sorgen, das macht dich darüber hinaus

auch noch „fertig“!

Immer dann, wenn der Mensch nicht mehr sieht, was Gott tut

und sein Vertrauen von IHM abwendet, dann bleibt er auf seinen 

Sorgenbergen sitzen und sie nehmen ihn mehr und mehr gefangen.

Dann wird alles eng und angespannt im Leben. 

Und der Gedanke, was morgen sein wird, macht ihre Gegenwart

zur Hölle. 

Jesus sagt: So zu leben ist Unglaube!

Weil ich da überhaupt nicht vorkomme!

Und er will uns die Augen aufmachen dafür, dass wir unser Leben 

nicht selber in der Hand haben: Nicht um eine Minute können wir es

verlängern. Wenn Gott sagt: Jetzt ist es Zeit zu sterben und mir zu 

begegnen, dann ist es soweit!

Erkenne das doch und lege Dein Leben heute in meine Hand, 

dann kann ich, der Höchste, für Dich, sorgen!

Wir sollen dazu die Vögel anschauen, sie beobachten. 

Scheinbar leicht und sorgenlos gleiten sie durch die Lüfte

und manche können stundenlang singen. 

Ein Rotkehlchen und ein Spatz haben sich einmal über das

menschliche Leben unterhalten. 

„Eines möchte ich nur wissen“, sagt das Rotkehlchen, 

„warum sich die Menschen so fürchterlich hetzen mit Sorgen und 

Kummer, so dass sie zum Freuen gar keine Zeit haben?“

„Kannst Du mir das erklären? 

Also mir kommt das Leben doch recht schön und bequem vor!“

„Genau kann ich dir‘s leider auch nicht sagen“, antwortet der 

Spatz nachdenklich, „warum sie so stöhnen und klagen, 

schließlich haben sie‘s doch so gut wie ich und du!?

Für uns sorgt ein Vater im Himmel und der weiß auch sonst, 

was wir brauchen - mir scheint, den haben die Menschen nicht!“

Ist es so?

Wo ist dieser Vater im Himmel in meinem Leben?

In Deinem Leben? - Wenn es um das Sorgen geht, um das Planen 

um die leisen Befürchtungen, die unser Leben begleiten?

Denke ich da an Jesus? An den Vater im Himmel und bete

zu ihm, bitte ihn, dass er die Sorgen für mich übernimmt?

Ihr Kinder habt es uns großartig vorgesungen: 

„Ein kleiner Spatz zur Erde fällt und Gott entgeht das nicht. 

Wenn er die Vögelein so liebt, weiß ich, er liebt auch mich!“

Nehmen wir das doch mit in den Alltag!

Machen wir den Vater im Himmel zu unserem Sorgentöter

und Lastenträger. 

Wir sollen ganz frei werden für ihn. 

Ganz aus dem Vertrauen in die Kraft des Vaters im Himmel leben. 

Dann werden wir froh und frei und das prägt unser Leben, 

unsere Familien, unsere Kinder und Enkel. 

Und sie werden spüren, wie Jesus mein Leben zum Guten verändert. 

Es frei macht vom Sorgen - frei für ihn und was er will. 

Amen

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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