2009-04-26 Familiengottesdienst KiBiWo

Ansprache zu einem Anspiel "Samuel und David" 1. Samuel 16,7 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Liebe Kinder, liebe Erwachsene, 

wir haben in dieser Woche ganz viel von Samuel gehört

und heute noch einmal von David, der König werden sollte

und der  in großer Gefahr war, weil er um sein  Leben fürchten 

musste. 

Da ist ihm das Herz beinahe in die Hosentasche gerutscht. 

Und er unterhält sich im Geheimen lange mit dem Propheten Samuel, 

der ihn an ein paar Dinge erinnert, die ihm mit Gott wichtig geworden 

sind: 

Samuel sagt: 

Hör her: Gott hat mir gesagt, dass er genau Dich (und nicht einen Deiner

sieben Brüder, die alle viele älter und klüger aussehen), zum König haben 

will.  Jetzt vertraue ihm doch auch in der Not!

Was Gott verspricht, das hält er auch!

Samuel redet ihm zu: 

Hör her, David: Du weißt doch, wie ich schon seit ich noch ein kleines Kind 

war, dort am Tempel in Silo von Gott geführt worden bin. 

Ich war so klein. Und da gab es so viele böse Menschen um mich herum. 

Aber ich habe einfach jeden Tag zu Gott gebetet. 

Ich habe zu Gott gesagt: Gott, Du hast gewollt, dass ich Dir an diesem Platz 

diene, jetzt hilf mir bitte auch, daran nicht zu zweifeln. 

Du wirst es schon hinkriegen!

Gib mir Kraft das zu glauben!

Gib mir Liebe zu Dir und zu dem, was Du von mir willst, ins Herz. 

Und das solltest Du, David, auch so machen!

Dann wirst Du sehen: „Wir Menschen sehen nur, was vor Augen ist, 

Gott aber sieht das Herz an!“

Und damit hat der Prophet Samuel auch uns Kindern und den 

Erwachsenen heute morgen etwas ganz Wichtiges zu sagen. 

Nämlich zwei Dinge. 

1. Gott kennt unser Herz!

Der sieht viel mehr und tiefer, als wir alle zusammen. 

Er sieht unsere verborgene Schwachheit, 

die Gedanken, die wir uns machen, wenn wir nicht einschlafen können, 

die Angst vor Klassenarbeiten, aber auch vor Mitschülern und anderen, 

die uns fertig machen wollen. 

Er sieht auch uns Erwachsenen ins Herz. 

Wenn jemand den Eindruck nicht mehr los wird, dass er in dieser 

rauhen Welt eigentlich gar keinen Platz hat. 

Weil die anderen alle schlauer und gerissener sind, 

sich besser darstellen können und damit nach außen gut ankommen.

Ja, wir Menschen sehen nur, was vor Augen ist!

Und wir irren uns damit ganz oft. 

Das, was wir sehen, kann auch nur Fassade sein, alles aus Pappe, 

die schon zusammen fällt, wenn ein kleiner Wind durchs Leben zieht. 

Das heißt eigentlich „Herz“: Das Innerste in mir, das, was ich bin,

mein eigentliches Wesen. 

Und das kennt Gott. 

Mir hat das schon ganz oft geholfen, wenn ich selber mutlos oder

ratlos war: Gott kennt mein Herz!

Er weiß, wie es wirklich in mir aussieht!

Er kennt sogar das, was ich niemand anvertrauen mag. 

Gott kennt Dich und er kennt mich. 

Er weiß, wonach wir uns im Innersten sehnen!

Wem es gehört. 

Darf ich Dich einmal so direkt fragen:

Ist Dein Herz schon auf IHN ausgerichtet?

Oder kommst Du nur in der Not zu ihm?

Diese Fragen stelle ich mir selbst immer wieder. 

Denn sie zeigen, wie es um mein Herz wirklich steht, wem es gehört. 

Gott möchte gerne, dass es IHM ganz gehört, 

dass ich IHN liebe und IHM gehorche in allen Dingen. 

Und das Zweite, was der Prophet Samuel David und uns heute

morgen mitgibt, ist: 

2. Unser Herz soll Gott erkennen

Es ist nicht so, dass wir das von uns aus machen können. 

Dass mein Herz Gott erkennt, dazu braucht es Gottes Geist, 

einen wachen Spürsinn für das, wer Gott ist und was er will. 

David hat diesen Geist von Gott bekommen. 

Auch wenn er in unserem Anspiel heute so ängstlich und mutlos

daher kommt: Samuel hilft David dabei, wieder ganz neu auf 

Gott zu schauen, IHN zu erkennen. 

Glaubt Ihr Kinder, das hat funktioniert?

Ja, es ist wirklich so gekommen. 

David hat es in einem Loblied aufgeschrieben, im 34. Psalm.  

Ganz fröhlich heißt es dort: 

„Als ich den HERRN suchte, da antwortete er mir und errettete mich

aus aller meiner Furcht ...

Die auf IHN sehen, werden strahlen vor Freude ...

Wohl dem, der auf IHN traut!“1 

Davids Herz ist also von Gott, von der Liebe und dem Vertrauen 

zu IHM, wieder ganz neu erfüllt worden!

Jetzt konnte er wieder mehr sehen als was vor Augen ist. 

Jetzt konnte er Gott in seiner Größe und Macht sehen. 

Jetzt wollte er IHM auch ganz gehorchen und das hat ihm die Furcht

vor den Menschen genommen!

Auch heute möchte Gott gerne, dass unser Herz IHN erkennt. 

Dass uns aufgeht, wer Gott ist und was wir an Gott haben können. 

Dabei kann es auch erschreckend sein zu begreifen, 

wer Gott ist und worauf ER Wert legt!

Es kann erschreckend sein zu begreifen, dass ich Gott nicht hinter‘s

Licht führen kann. 

Sogar uns selber können wir etwas vormachen. 

Aber vor Gott klappt das nicht. 

Gott kennt unser Herz und er sehnt sich danach, dass unser Herz 

Gott erkennt, Seine Nähe und Vergebung sucht 

und dann erfährt, wie stark und treu er ist. 

Schon Kinder können Gott von Herzen lieben. 

Als Samuel von Gott berufen worden ist, da war er noch ein kleines Kind. 

Aber er hat auf Gottes Wort gehört. 

Er ging in den Tempel, um mit Gott zu reden und nach seinem Willen 

zu fragen, so wie wir es heute im Kindergottesdienst und im Gottesdienst 

tun können. 

Wir können das heute in der Jungschar, dem Jugendkreis tun 

und im Kindergottesdienst oder Erwachsenengottesdienst. 

Wir alle, Groß und Klein, dürfen diesen großen Gott erfahren. 

Ihn aufnehmen in unser Herz und ihm dienen wie Samuel.

Dazu helfen wir Dir auch gerne, wenn Du noch Fragen hast. 

Amen

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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