2009-03-22/29 Konfirmation

Predigt Festgottesdienste Konfirmation zu 1. Korinther 3,22+23 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden, 

liebe Festgemeinde, 

ein kurzes, prägnantes Wort ist diesem Konfirmationsfest

als Predigttext mitgegeben. 

Es steht im 1. Brief des Paulus an die Korinther, im 3. Kapitel (Vv22f)

und ist im Motto auf dem Programmblatt aufgenommen: 

„Alles gehört euch: 

Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, 

es sei Welt oder Leben oder Tod, 

es Gegenwärtiges oder Zukünftiges. 

Alles gehört euch!

Ihr aber gehört Christus. 

Und Christus gehört Gott“. 

„Alles gehört euch!“, das hört sich doch gut an!

Wenn Ihr nachher beim Essen an einen kleinen Tisch geführt werdet, 

dort liegen Geschenke und es heißt: „Alles ist Deins. Das gehört 

alles Dir!“

Super, der heiß ersehnte Wunsch geht in Erfüllung. 

„Es ist Deins, Judith!“

Toll, so eine Überraschung. 

„Es ist für Dich, Tim!“

Ich könnte jetzt alle Eure Namen aufzählen. Für jeden stimmt‘s:

Es ist Dein. „Alles gehört Euch!“

„Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, alles ist Euer.“

Diese Namen sind heute nicht mehr so populär. 

Das waren Starprediger, Stars der christlichen Szene!

Für Insider könnte man für heute schreiben: Ulrich Parzany oder 

Theo Lehmann!

Oder um alle zu begeistern: „Alles gehört Euch! Es sei Sido oder

Peter Fox oder wer auch immer!"

Sie gehören Euch. 

Ihr könnt ins Konzert gehen, wann immer ihr wollt. 

Natürlich kostenlos. 

Dann fängt das Fest gut an. 

Dann fängt der Eintritt ins Erwachsenenalter gut an. 

Dann ist das heute - so etwas wie eine erste Sprosse auf der Leiter

des Erfolgs. 

Damit Ihr die Erfolgsleiter des Lebens anschaulich vor Augen habt: 

Da kommt sie!!! (N. N. trägt Leiter herein)

So wie heute sollte es weiter hinauf gehen: 

Heute das Fest, morgen der erfolgreiche Schulabschluss, 

dann eine gute Ausbildung und eine Stelle mit bester Bezahlung. 

Dann ein schicker Wagen,

den richtigen Partner, 

ein Eigenheim!

Das wäre doch ein Leben!

Die Konfirmation heute will Euch den Zugang zu einer Leiter des Erfolgs

geben. 

„Alles gehört euch. Es sei Welt oder Leben oder Tod, 

es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles gehört Euch!“

So ruft Euch der Predigttext zu. 

Allerdings wird die Leiter des Lebenserfolgs nur dann Euren Tritten

standhalten, wenn Ihr auch Dinge wie Krankheit, Verlust, Tod, 

Verleumdung und Misserfolg auf Eurem Weg nach oben verkraften 

könnt!

Wie ist das möglich?

Der Predigttext weist auf eine Möglichkeit hin: 

„Alles gehört Euch, Ihr aber gehört Christus!“

Die Lebensleiter darf also nicht auf einem wackligen Untergrund stehen: 

Wahlsprüche wie „Immer positiv denken!“ oder

„Du schaffst das schon!“ oder

„Ein bisschen Liebe, ein bischen Frieden“ oder

„Immer schön in der Mitte bleiben, nur nix Verrücktes!“ 

lassen die Lebensleiter schon bei mittelschweren Stürmen umkippen. 

Eure Lebensleiter muss vielmehr auf dem Fels stehen, der Christus heißt!

Ihm wollt Ihr angehören, ihm wollt Ihr heute laut und vernehmlich ein „Ja“

sagen. Und das ist gut. 

Denn dieser Jesus Christus ist mit all seiner Macht der beste Standpunkt

für Eure Lebensleiter. 

Eure Lebensleiter wird wackeln!

Da wird kräftig daran gerüttelt werden!

Schon Enttäuschungen durch Freunde oder gute Bekannte tun sehr weh. 

Nicht gehaltene Versprechen, Verleumdungen ..., Krankheit macht mürbe.

Rückschläge im Geschäft machen bitter. 

Und wenn erst noch ein Mensch stirbt, der Dir viel bedeutet, 

dann sind das schwere Krisen. 

Ohne Trauer, Tränen und Verarbeitung geht das nicht ab. 

Aber gehörst Du zu diesem Christus, dann ist Dir versprochen: 

„Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt!“

Dieser Christus wird mit seiner ganzen Macht Eure Lebensleiter

festhalten (>), dass ihr nicht kippt, nicht umfallt und am Boden 

zerbrecht. 

Jesus Christus öffnet Dir den Weg nach oben, denn Christus gehört Gott, 

dem Vater im Himmel. 

So zeigt auch das Kreuz nach oben: Seht hier!  (>)

Durch sein Leiden und Sterben hat er euch den Weg zu Gott, dem Vater, 

frei gemacht. 

Alles, was Dich jemals belasten wird, kann er tragen. 

Jede Schuld, die Dich fesselt, kann er sprengen. 

Er hat den Weg nach oben frei gemacht, ein für alle Mal, am Kreuz von 

Golgatha. 

Jeder darf über diesen Weg vor das Angesicht des heiligen Gottes treten, 

darf wie ein kleines Kind vertrauensvoll „Papa“ zu ihm sagen. 

Gott selber ist herab gekommen, um Euch - um Sie (>) - nach oben 

zu rufen. Der Weg ist frei. 

Und so freue ich mich, dass ihr Konfirmanden heute diesem lebendigen 

Gott antworten wollt. 

Auch wir als Gemeinde können dieses „Ja“ selber mitsprechen. 

Wir können Gott heute sagen, dass wir mit ihm weiterleben wollen, 

vielleicht den Ball wieder neu aufnehmen!?

Der Weg nach oben ist frei. 

Steht unsere Lebensleiter auf dem Grund, der Christus heißt, dann 

baut sie aber nicht nur einen Weg nach oben. 

Sondern wie auch das Kreuz (>) einen waagerechten Balken hat, 

so kann diese Lebensleiter durch Christus auch eine Brücke bilden!

Stellen Sie sich vor, was diese lange Leiter alles verbinden könnte!?

Von hier (>) nach dort (>)!

Quer gelegt, bietet die Leiter ein Symbol der Verbindung!

Die Leiter kann Menschen miteinander verbinden, wenn man sich miss-

verstanden hat: Sich aussprechen kann eine Brücke bauen ...

Die Leiter kann andere Menschen tragen, wenn sie Trauer tragen, 

wenn sie durch Krankheit matt gesetzt sind, sie nicht mehr glauben können.

Die Leiter kann zwei Menschen gemeinsam auf die Schulter gelegt

werden, so dass sie teilen: Geld, Essen, Gemeinschaft, Zeit, Wohnraum. 

Der Querbalken des Kreuzes Christi öffnet die Arme des Christus ganz weit. 

Jeder ist eingeladen. 

Jeder ist willkommen in der Gemeinschaft mit Christus. 

„Alles gehört euch: 

Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, 

es sei Welt oder Leben oder Tod, 

es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges. 

Alles gehört euch!

Ihr aber gehört Christus. 

Und Christus gehört Gott“. 

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr Eure Lebensleiter fest in diesem 

Grund verankert. Nicht nur heute und dann war‘s das, sondern ständig

und dass Ihr damit nicht wartet, sondern schon in der nächsten Woche

nach der Konfirmation ernst macht!

Deine Lebensleiter fest in Christus zu verankern, das geht eigentlich nur

über die Gemeinschaft mit anderen jungen Christen: 

Indem Du Dir den Donnerstag als Jugendkreistag freischaufelst von 

anderen Terminen - und auch am Sonntag - Gott die Ehre gibst. 

Vielleicht kannst Du gerade Deine Begabungen irgendwo einbringen. 

Viele von Euch sind musikalisch, hätten vielleicht Lust eine Band zu 

gründen. Judith hilft Euch gerne dabei. 

Und es ließe sich auch in unserer Gemeinde noch vieles verändern, 

wenn gerade Du - Deine Lebensleiter - hier fest verankerst. 

Christus will Dich festhalten in allen Stürmen des Lebens!

Er will, dass Du wohlgestimmt Sprosse um Sprosse Deiner Lebensleiter

erklimmst und diese Leiter - wo immer nötig - auch als Brücke zum 

anderen einsetzt. 

Deshalb mache sie heute fest!

Amen

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Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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