2009-02-15 Familiengottesdienst am "Schlachtfest"

Predigt zu einem Anspiel unter dem Motto "Die Grube" und Johannes 3,16 / Pfarrer Friedhelm Bühner

Anspiel "Die Grube" (Jugendkreis)


Predigt

 

Liebe Akteure, 

ganz herzlichen Dank für dieses eindrückliche Anspiel, 

das uns zum Nachdenken bringen sollte über die 

Liebe Gottes, die buchstäblich aus der Grube zieht. 

Durch Jesus, der nicht redet, sondern handelt. 

Seine Liebe ist einfach einmalig. 

 

Doch wer war eigentlich dieser Mensch in der Grube, 

der so herzzerreißend um „Hilfe!“ gerufen hat?

Der so viele verschiedene Antworten erhalten hat, 

und dem doch niemand wirklich gehofen hat damit, 

bis Jesus vorbei kam und - bevor er auch nur ein Wort

zu ihm sagt - selber in die Grube steigt und den Verschütteten

herausholt?

 

Dieser Mensch in der Grube, er steht für die ganze Menschheit. 

Für die Menschen, die sich von Gott losgerissen haben, 

ihre eigenen Wege gegangen sind. Wenn sie es auch nicht böse

gemeint haben, sind sie damit doch in ein tiefes Loch gefallen, 

weil sie Gottes Herrschaft über ihr Leben nicht haben wollten. 

Die Bibel sagt, dass das für uns alle gilt, solange Jesus für mich

nicht ganz konkret zum Lebensretter geworden ist. 

 

Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging, aber der immer wiederkehrende

„Hilfe!“-Ruf in diesem Anspiel hat mich besonders angesprochen. 

Und ich frage mich, was er konkret bedeutet?

Wo rufen heute Menschen um Hilfe?

Ruft da noch jemand?

Oder haben sich viele nicht schon damit abgefunden, dass ihnen wohl 

keiner wirklich helfen wird?

 

Der Egoist denkt sowieso nur an sich und in eine gefährliche Lage 

für andere will er sich auf keinen Fall bringen!

Der Bhagwanjünger ist ein Zyniker und der Alkoholiker bräuchte 

selbst Hilfe. 

Das verborgene Schreien nach Hilfe wird einfach zugedröht, 

überspielt durch Musik oder hochtrabende Gedanken und sie 

haben alle das Eine gemeinsam: Sie helfen dem Betroffenen 

wirklich nicht, ja sie verhöhen ihn sogar, treiben ihren Spott

mit ihm und der Mensch kann schreien so lange er will: 

Er bekommt nicht das, was er braucht!

 

Was brauchen wir Menschen denn zu allererst?

„Alles, was du brauchst, ist Liebe“, haben seinerzeit die Beatles

gesungen. 

Marilyn Monroe (1), die große Schauspielerin, die - vier Mal verheiratet -

nach diesem Rezept gelebt hat, schrieb auf einen Zettel, bevor sie 

starb: „Ich sehnte mich nach grenzenloser Liebe“. 

Und nicht nur sie hat sich danach gesehnt.

Auch heute sehnen sich die Menschen danach, 

nach Liebe, die nicht bloß Worte macht, sondern sich für mich einsetzt, 

handelt, wo möglich - man wagt es kaum zu hoffen - sogar aufopfert. 

 

Wie viele weinen insgeheim, weil man sie nicht liebt!?

Da werden die einen zu viel gestressten Managern, weil sie in der

Anerkennung ihrer Leistung letztlich Liebe suchen. 

Da werden Schüler verhaltensauffällig, weil sie nach Zuwendung, egal

welcher Art, hungern. 

So viele versteckte Schreie nach Liebe gibt es unter uns Menschen!

 

Aber selbst wenn wir alle gesellschaftlichen Defizite beheben könnten, 

diese wirklich selbstlose Liebe, können wir Menschen, so wie wir sind, 

nicht geben. 

 

Und viele suchen sie deshalb in anderen Religionen, 

Philosophien oder Techniken, die auf den ersten Blick vielleicht

Hoffnung versprechen.

Da hört man viele Ratschläge, wie man sich selber aus der 

Grube ziehen kann.

Aber nur Jesus steigt herunter, stirbt aus Liebe zu uns,

obwohl er das gar nicht nötig hat. 

Aber er weiß, dass überhaupt kein Mensch und deshalb 

auch kein Religionsstifter uns sonst aus der Grube ziehen kann. 

 

Ihr Kinder werdet in der Schule noch viel über andere Religionen 

hören und lernen. Da achtet einmal einmal besonders auf 

diesen Unterschied! 

Nur Jesus steigt selbst zu uns herunter, streckt und die Hand

entgegen und wir dürfen diese Hand nehmen und Gottes 

Liebe erfahren!

 

Wenn es Jesus nicht geben würde, der das tut, wie armselig

und wertlos wäre da unser Leben. 

 

Wir müssten uns ein ganzes Leben für nichts abstrampeln

und wären am Schluss auch noch die Dummen.  

 

Aber jetzt haben wir von Jesus gehört, 

wie sehr er uns liebt

und was er für uns tut

und dass das viel mehr ist als bloße Philosophie oder gute

Ratschläge!

 

Jesus war sich nicht zu schade, Dir und mir zu beweisen, wie wertvoll 

wir ihm sind und dass er bereit ist, alles zu geben, damit unser 

Leben aus der Grube kommt. 

 

In Johannes 3, Vers 16 steht das: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, 

dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, 

nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“.

 

Einer, den die Liebe Gottes buchstäblich umgeworfen hat, der hat 

gesagt: „Ihr seid teuer erkauft!“ (1. Kor 6,20). 

Das war der Apostel Paulus. 

Und ein anderer, Petrus, hat geschrieben: „Ihr sollt wissen, dass ihr 

nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erkauft seid, sondern mit 

dem teuren Blut von Jesus Christus“ (1. Petr 1,18f).

 

Sehen Sie, Gott sind Lieblosigkeit und Egoismus nicht egal. 

Er hört das mal stille, mal laute Schreien von uns Menschen nach Hilfe. 

Und auch wenn ich noch so tief in der Grube stecke, 

ist er innerlich in Aufruhr um meinetwillen, 

will mich wieder in Besitz nehmen. 

Er steigt selber in die Grube, wo andere nur geredet haben. 

Einen ungeheuer hohen Preis hat er für mich bezahlt: 

Seinen Sohn hat er für mich sterben lassen, um mich wieder zu 

sich zu ziehen. 

 

Ich kann das auch ablehnen, ihm meine Hand nicht geben. 

Er zwingt mich nicht dazu, sein Eigentum zu werden. 

Aber er wäre dann umsonst für mich gestorben. 

Was für eine Tragik!

 

Und umgekehrt: Wieviel Freude und Liebe Gottes zieht in mein 

Leben ein, wenn ich seine Hilfe annehme!

Ich brauche dazu keine besonderen Vorzüge haben, 

muss nicht fromm und fehlerlos sein, sondern Gott liebt den Sünder

grundlos und bedingunglos. 

 

Aber wenn ich seine Liebe annehme, dann lässt er mich nicht so, 

sagt nicht zu allem Ja und Amen, was ich tue. 

Sondern seine Liebe will mich nach und nach verändern, 

umgestalten in sein Bild. 

Wer angefangen hat, an Jesus zu glauben, ist damit nicht automatisch

ein perfekter Christ, aber er hat zu Gott zurück gefunden, 

er hat durch Jesus ein neues Leben bekommen.

 

Und das wünsche ich jedem von uns, 

diese grenzenlose Liebe zu erfahren und anzunehmen.

Amen

 

 

Anmerkungen:

(1) 1926 - 1962

 

Hier gibt's Bilder vom Gemeindetag




Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

Mittwoch, 20.06.2018
19:00 Uhr:
Teenkreis 13+ im GH Schwann
Donnerstag, 21.06.2018
14:30 Uhr in Schwann:
Asylarbeit in Straubenhardt (Gustav Bott, Netzwerk Asyl)
18:30 Uhr:
Biblellesen und Austausch für Jugendliche im GH Schwann
19:00 Uhr:
Jugendkreis 16+ im GH Schwann
Freitag, 22.06.2018
17:00 Uhr:
Bubenjungschar 6-12 Jahre im GH Schwann
18:15 Uhr:
Mädchenjungschar 8-13 Jahre im GH Schwann (Gewusst wie)
Sonntag, 24.06.2018
9:15 Uhr:
Gottesdienst in Dennach (Pfarrer M.Gerlach)