2008-03-02 Konfirmation

Ansprache im Rahmen der Konfirmation unter dem Motto "Von Gott sehr gut behütet" / Pfarrer Friedhelm Bühner

Pfarrer setzt Baseballcap auf und verteilt Caps an Konfis.
Parallel dazu spielt ein Posaunenbläser das Lied "Hänschen klein
geht allein in die weite Welt hinein ..."



Liebe Festgemeinde, ganz besonders liebe Konfirmanden,
ich bin nicht ganz sicher, ob Sie / ihr das alte Kinderlied erkannt habt:
    "Hänschen klein / ging allein / in die weite Welt hinein.
    Stock und Hut / steht ihm gut, / ist gar wohlgemut.
    Aber Mutter weinet sehr, / hat ja nun kein Hänschen mehr!
    Da besinnt / sich das Kind, / läuft nach Haus geschwind."


Tatsächlich hat es dieses "Hänschen" wohl nie gegeben.
Und ich will euch heute auch nicht "verhänseln" und "greteln" schon
gar nicht. Aber dieses Liedchen hat doch ganz viel mit Euch,
ja mit Dir ganz persönlich zu tun!

Denn wenn ich euch so vor mir sehe, dann sehe ich lauter echte
Jugendliche, die darauf drängen,
    - in die Welt hinaus zu ziehen,
    - die Welt zu entdecken,
    - sich langsam loszulösen von ihren Eltern.
Und ich sehe Eltern vor mir, die davor auch ein bischen Angst haben.

Damit es Euren Eltern vielleicht ein bischen leichter fällt, euch
langsam loszulassen, habe ich jedem von Euch diese Baseballkappe
geschenkt mit dem Motto vorne drauf: "Von Gott sehr gut behütet -
Konfirmation am 2. März 2008"
Wenn eure Eltern dieses Motto ernst nehmen, dann dürfte es ihnen
leichter fallen, euch langsam ziehen zu lassen, steht doch über
eurem Leben das Versprechen Gottes: Ihr seid in meiner Hand!

(Pfarrer nimmt Baseballcap ab ...)

Und in dieser Kappe drin steckt eine Bedeutungsanleitung
mit genau fünf Punkten darauf - eingeschweißt in Folie - und mit
eurem Namen verstehen, so dass ihr sie später in euren Geldbeutel
stecken könnt und immer bei bei euch habt.

(Konfis können das Weitere mitverfolgen, wenn sie die Karte in ihrer
Baseballcap herausnehmen ...)


Dabei ist er erste Punkt:

(1.) "Stock und Hut steht dir gut"
Hüte sind nicht unbedingt jedermanns Sache.
Früher waren sie mal modern. Sie waren auch teuer, echte Einzel-
anfertigungen, gut gegen Regen und Kälte.
Heute sind eher Baseballkappen modern.
Aber das kann sich irgendwann auch wieder ändern.

Gott jedenfalls ruft Dir zu in Psalm 91, Vers 11:
    "Denn ich habe meinen Engeln befohlen, dass sie dich
    be-hüt-en auf allen deinen Wegen"
Gott be-hütet dich!
Er ist auf der Hut und lässt dich nicht im Stich - in Gefahrensituationen,
im Sport, im Straßenverkehr, im ganzen Leben.

"Stock und Hut steht dir gut", das heißt aber auch:
Du bist auf Gott angewiesen!"
und ich empfehle dir: Stelle dich regelmäßig unter seinen Schutz!
Bitte ihn jeden Tag im Gebet darum.
Und du wirst den Schutz Gottes erleben wie ein David, der den 23. Psalm
gedichtet hat "Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln ..."

Nun steht in der dieser Baseballkappen auch dein Name darin!
Und das führt uns zum zweiten:

(2.) Dein persönlicher Hut
Im Englischen heißt das Wort Vorname "christian name", "christlicher
Name" - Warum?
Weil ein Mensch früher bei seiner Taufe einen neuen christlichen
Vornamen bekommen hat!

So hat dich Gott bei deiner Taufe mit deinem Namen gerufen:
"Fürchte Dich nicht, denn ich habe dich erlöst.
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.
Du bist mein!" - Sascha hat dieses Bibelwort aus Jesaja 43, Vers 1
vorhin aufgesagt.

Das heißt: Du bist keine Nummer bei Gott!
Gott will den persönlichen Kontakt mit dir pflegen!
Deine Beziehung zu Gott soll keine 0815-Beziehung sein, sondern
    - du bist ab heute eingeladen, die Weichen für dein Leben
        so zu stellen, dass deine Beziehung zum lebendigen
        Gott wächst und immer fester wird.
    - Du bist in den Jugendkreis eingeladen, zu Freizeiten und
    - auch weiterhin in den Gottesdienst jeden Sonntag, nicht als
        Pflichtübung, sondern als "date mit Gott".
   
Dein Glaube ist dein persönlicher Hut!
Du kannst ihn nicht übernehmen von deinen Eltern oder deinen
Freunden. Die Entscheidung an Jesus zu glauben, musst du selber
treffen und durchhalten!
Der Konfirmanden-Unterricht war dazu nur der Anfang.

Natürlich ist mir völlig klar, dass heute viele denken: Glauben ist
doch ein "alter Hut"!
Aber das sehen die einen so und du kannst das ja auch ganz
anders sehen!
Gottes Worte jedenfalls sind ewig, sie sind keine Frage der Hutmode!

Deshalb mein dritter Gedanke:

(3.) Glaube ist für dich hoffentlich kein alter Hut!
Meine ganz persönliche Überzeugung ist, dass der Glaube wirklich 
kein alter Hut ist!
Er ist weit mehr als ein bischen Stoff.
Er ist weit mehr als eine allgemeine Kopfbedeckung.
Glaube bietet noch viel mehr als diese Baseballkappe!

Manches Mal ist ja auch im Leben so, dass so eine flotte
Kappe wirklich zu wenig ist, da brauchst Du einen richtigen Helm,
zum Beispiel zum Motorradfahren!

Und mit so einem Helm wird in der Bibel der Glaube verglichen.
In 1. Thessalonicher 5, Vers 8 sagt der Apostel Paulus über den
Glauben an Jesus: Mit diesem Glauben "sind wir angetan mit dem
Helm der Hoffnung auf das Heil"
Da ist das Wissen, dass ich im Glauben an Jesus einmal vor Gott
bestehen kann.
Damit est er mehr wert als alle Lebensversicherungen zusammen,
die du dir kaufen kannst.

Weil wir aber dazu neigen, gerade solche Dinge wie Hüte oder
auch Baseballcaps ganz leicht irgenwo liegen zu lassen und zu
vergessen, mein vierter Punkt heute:


(4.) Sei auf der Hut!
Und dazu gehört auch: Hüte dich davor!
Wovor sollten wir uns hüten?
In 5. Mose 6, Vers 12 steht es: "Sei auf der Hut, dass du nicht den
HERRN (wieder) vergisst".

Du bist ein junger Mensch, dynamisch, vielleicht hübsch, beliebt,
begehrt, erfolgreich.
Brauchst Du da noch Gott?
Willst Du da wirklich noch weiterhin in den Gottesdienst gehen?
Wo doch z. Zt. noch nicht so viele junge Leute darunter sind?
Hat nicht der Verein Vorrang und um Gott kannst du dich ja immer
noch kümmern, wenn du gerade nichts Wichtigeres vorhast?

Jeder von uns steht ständig in der Gefahr, Gott schnell wieder
zu vergessen!
Und deshalb sagt Mose auch zu uns heute: Sei auf der Hut, dass
du Gott - den HERRN - nicht bald vergisst!
Denn das wäre genau so fahrlässig, wie Motorradfahren ohne Helm.
Es endet so oft tödlich.

Gott vergesse ich fast automatisch, wenn ich nicht mehr in der
Bibel lese und nicht mehr die Gemeinschaft mit anderen Christen
aufrecht erhalte.

Nun stelle ich mir einfach vor, was in Dir jetzt gerade so vorgehen
könnte, was dich wohl bewegt!?
Ich kann mir gut denken, dass so mancher von euch sich denkt:
Ach Mensch, ich will doch einfach mal so richtig "voll fett" leben!
Wie soll ich das nur vereinbaren mit einem Leben als gläubiger Christ?

Dazu mein 5. Rat:

(5.) Bring's unter einen Hut!

Jesus ruft dir zu in der Bergpredigt (Mt 6,33):
"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch das Übrige alles zufallen!"

Dieses "zuerst" ist ganz wichtig!
"Zuerst das Reich Gottes ..."
"Nur ein ganzes Christsein macht glücklich!"
Ein "halber Christ aber ist völliger Quatsch, ein ganzer Unsinn.

Dabei brauchst du vor diesem "Zuerst" keine Angst zu haben!
Wenn du Jesus Christus dein Leben anvertraust, ihn an die erste
Stelle stellst und zum Lenker deines Lebens machst.
Dann kriegst du viel mehr zurück, als du dir überhaupt träumen kannst.
Du bekommst ein wirklich stabiles und erfüllendes Leben dazu!
Auch Frieden im Herzen, selbst wenn äußerlich alles drunter und drüber
gehen mag.
Glauben und Leben kann man unter einen Hut bringen!
Mit Jesus "zuerst".
Und das wünsche ich dir.
Mach' doch jetzt Nägel mit Köpfen!

Es lohnt sich, diese Kappe aufzusetzen:
Denn "Du bist von Gott sehr gut behütet!"
Amen



Dieser Artikel wurde von Pfarrer Bühner erstellt.

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10:15 Uhr:
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Mittwoch, 24.01.2018
15:45 Uhr:
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Donnerstag, 25.01.2018
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18:30 Uhr:
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Freitag, 26.01.2018
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